Ein Roadtrip durch Irland
Courtesy Christian McLeod

Ein Roadtrip durch Irland

Veröffentlicht am 6. Februar 2026

Ein Roadtrip durch Irland

Bereit für ein Abenteuer? Pack deine Taschen, schnapp dir die Kamera und mach dich auf zu einem Roadtrip, der Irlands zerklüftete Küsten, historische Städte und spektakuläre Bergwelten zeigt. Dieser Guide liefert dir eine flexible 10‑tägige Route, praktische Fahrtipps und Ideen für Stopps abseits der ausgetretenen Pfade.

Warum ein Roadtrip?

Mit dem Auto kannst du anhalten, wann immer dich ein Ausblick fesselt – ob ein versteckter See in den Wicklow Mountains oder ein winziges Fischerdorf am Wild Atlantic Way. Du erlebst das Land in deinem eigenen Tempo und entdeckst lokale Pubs, Märkte und Attraktionen am Straßenrand, die man auf einer Bustour verpasst.

Praktische Tipps für das Autofahren in Irland

  • Fahr links – genau wie in Großbritannien. Gönn dir einen Tag zum Eingewöhnen, wenn du Rechtsverkehr gewohnt bist.
  • Miete einen kleinen Wagen mit Schaltgetriebe – enge Landstraßen und Dorfgassen lassen sich mit einem kompakten Fahrzeug leichter meistern, und ein Schaltgetriebe spart bei den Mietkosten.
  • Sprit und Maut – die meisten Tankstellen akzeptieren Kreditkarten; es gibt einige Mautbrücken (z. B. die Brücke zwischen Limerick und Cork) – halte etwas Bargeld bereit.
  • Nimm Snacks und eine Wasserflasche mit – in abgelegenen Gegenden wie dem Burren oder der Beara Peninsula ist die Versorgung dünn.
  • GPS oder Offline‑Karten – in den Bergen ist der Handyempfang lückenhaft, lade Karten also vorab herunter.
  • Parken – Städte wie Kilkenny, Cork und Galway bieten am Stadtrand kostenlose Parkplätze am Straßenrand; in den Zentren gibt es oft gebührenpflichtige Parkbuchten mit Parkschein.
  • Spartipp – ein Schaltwagen kostet meist nur halb so viel wie ein Automatik (Wander Around Ireland). Halte die Zahl der eingetragenen Fahrer gering, um die Versicherungskosten zu senken.
  • Reisedokumente – ein gültiger Führerschein, eine Kreditkarte und ein Reisepass reichen für die meisten Vermietungen (Tourlane). Der Euro ist die offizielle Währung; Karten werden fast überall akzeptiert.
  • Expertentipp – buche die Jameson Distillery Guided Tour (40 Min., 20 € für Erwachsene, 16 € für Studierende/Senioren) vorab, um Warteschlangen zu vermeiden (Wander Around Ireland).
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Empfohlene 10‑tägige Route

TagRoute & HighlightsAktivitätsvorschlag
1Dublin – Ankunft, Mietwagen abholen, Trinity College, Guinness Storehouse und Temple Bar erkunden.Abendspaziergang im St Stephen’s Green.
2Dublin → Wicklow Mountains – Powerscourt Estate & Waterfall, Klosteranlage Glendalough, Fahrt über den Sally Gap.Wandere den Glendalough Lakes Trail (2 km).
3Wicklow → Kilkenny – mittelalterliche Gassen, Kilkenny Castle, Kunsthandwerksläden.Abendessen in einem traditionellen Pub mit Livemusik.
4Kilkenny → Cork – Halt am Rock of Cashel, dann Blarney Castle (küss den Stein).Zum Mittagessen den English Market erkunden.
5Cork → Cliffs of Moher – die Küstenroute fahren, in Doolin für eine schnelle Surfrunde oder eine Folk‑Session anhalten.Komm früh, um dem Andrang zu entgehen; wandere den Klippenpfad.
6Cliffs → Galway – durch das Latin Quarter schlendern, Galway City Museum, Tagesausflug zu den Aran Islands (Off‑Road‑Tour auf Inis Mór).
7Galway → ConnemaraSky Road (siehe Bild unten), Kylemore Abbey und viktorianischer ummauerter Garten.
8Connemara → Dingle – Slea Head Drive, Bekanntschaft mit dem Delfin Fungie, Meeresfrüchte aus der Dingle Bay probieren.
9Dingle → Ring of Kerry – Kerry Cliffs, Muckross House, optional per Boot zu den Skellig Islands (bei passendem Wetter).
10Kerry → Dublin – Rückfahrt über die Beara Peninsula mit dramatischer Küstenlandschaft; Auto abgeben und abreisen.

Landschaftlich reizvolle Fahrten

Sky Road, Clifden, Co Galway
Die Sky Road bietet weite Küstenblicke in Connemara, Co Galway (Credit: Courtesy Christian McLeod)

Die Sky Road bei Clifden ist eine 13 km lange Schleife aus Klippenstraße mit Panoramablick auf den Atlantik – perfekt für einen kurzen Abstecher an Tag 7.

Straße auf der Beara Peninsula
Die Straße auf der Beara Peninsula windet sich durch zerklüftete Küste und bunte Dörfer (Credit: ©Tourism Ireland by Joshua Hannah)

Auf der Rückfahrt bietet die Beara Peninsula dramatische Steilklippen, den historischen Hafen von Kenmare und die Chance, Meerestiere zu beobachten.

Straßenbähnchen, Clonakilty, Co Cork
Ein schrulliges Straßenbähnchen in Clonakilty – ein spaßiger Fotostopp auf der Strecke zwischen Cork und Clonakilty (Credit: Courtesy Maryanne Coughlan)

Aktivitäten und Erlebnisse

  • Wandern & Trekking – Glendalough Lakes Trail, Aussichtspunkt Sally Gap, Diamond Hill in Connemara, Abschnitte des Dingle Way.
  • Bootstouren – Aran Islands (geführte Off‑Road‑Tour auf Inis Mór), Doolin‑Cliffs of Moher‑Fahrt (verkehrt 9:00–19:00 Uhr, Tickets 10–15 €), Galway Bay Sonnenuntergangstörn.
  • Tierbeobachtung – Papageitaucher auf den Skellig Islands, Robben in der Dingle Bay, Mittelsäger am Lough Tay.
  • Kulturelle Stopps – traditionelle Musiksessions im Latin Quarter von Galway, Kunsthandwerks‑Workshops in Kilkenny, Lebensmittelmärkte in Cork, Jameson Distillery Guided Tour (40 Min., 20 € für Erwachsene).
  • Highlights für AbstecherDunguaire Castle beim Burren (Wohnturm aus dem 16. Jahrhundert, ganzjährig zu besichtigen), Lough Tay (der „Guinness Lake“) mit seinem dunklen Wasser und weißen Sandstrand, Live‑Folk‑Sessions in Doolin.

Neue Highlights

  • Rock of Cashel – eine eindrucksvolle mittelalterliche Anlage auf einem Kalksteinhügel. Täglich 9:30–17:00 Uhr geöffnet; Eintritt 8 € für Erwachsene.
  • Hore Abbey – nahe gelegene Ruinen einer Zisterzienserabtei aus dem 13. Jahrhundert, vom Gelände des Rock of Cashel kostenlos einsehbar.
  • Johnnie Fox’s Pub – Irlands höchstgelegener Pub (270 m über dem Meer) in den Wicklow Mountains, ein toller Ort für ein Pint und Livemusik.
  • Doolin‑Bootsfahrt – verkehrt von 9:00 bis 19:00 Uhr; eine 30‑minütige Fahrt entlang der Cliffs of Moher bietet eine andere Perspektive und lässt oft auch Seevögel entdecken.
  • Aran Islands Off‑Road Experience – eine geführte, 4‑stündige Off‑Road‑Tour auf Inis Mór, die alte Ringforts und zerklüftete Küste erkundet.
Aran Off Road Experience, Inis Mór
Geführte Off‑Road‑Tour auf Inis Mór, Aran Islands (Credit: Courtesy Fáilte Ireland)
  • Kylemore Abbey – 1867 als Schloss erbaut, heute eine neugotische Abtei mit einem viktorianischen ummauerten Garten. Der Eintritt von 13 € umfasst die restaurierten Räume, die neugotische Kirche und den Garten.
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Saisonale Highlights & Öffnungszeiten

  • Rock of Cashel – täglich 9:30–17:00 Uhr geöffnet, Eintritt 8 € für Erwachsene.
  • Dunguaire Castle – von April bis September für Besucher geöffnet; außerhalb dieser Zeit kannst du das Äußere weiterhin von der Straße aus bewundern.
  • Blarney Castle – prüfe vor deiner Reise die offizielle Website auf aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise.
  • Jameson Distillery (Bow St, Dublin) – den ganzen Tag über finden Touren statt; die 40‑minütige Guided Tour kostet 20 € für Erwachsene.
  • Cliffs of Moher – 9:00–19:00 Uhr geöffnet; wer früh oder spät (zum Sonnenuntergang) kommt, entgeht dem Andrang.
  • Aran Islands Off‑Road Experience – verkehrt von Mai bis Oktober; Vorausbuchung empfohlen.

Sehenswürdigkeiten, die du nicht verpassen solltest

  • Klosteranlage Glendalough
  • Powerscourt Estate & Waterfall
  • Blarney Castle (Eintritt kostenpflichtig – aktuelle Preise prüfen)
  • Cliffs of Moher (9:00–19:00 Uhr geöffnet)
  • Sky Road, Connemara
  • Kylemore Abbey (13 € Eintritt)
  • Dingle Peninsula & Slea Head Drive
  • Ring of Kerry
  • Galway Latin Quarter

Versteckte Perlen

  • The Burren – eine Karstlandschaft aus Kalkstein mit seltener Flora (The Burren).
  • Gleninchaquin Park in County Kerry – Wasserfälle und Waldwanderungen.
  • Rock of Dunamase in County Laois – stimmungsvolle Burgruine.
  • Dingles Fungie – der ansässige Delfin, am besten bei einer kurzen Bootsfahrt zu sehen.
  • Skellig Islands – UNESCO‑Weltkulturerbe, von Portmagee aus erreichbar (wetterabhängig).

Saisonale Tipps & beste Reisezeit

Tourlane weist darauf hin, dass die beliebtesten Monate Juni bis August sind, wenn die Tage am längsten und die Temperaturen angenehm sind. Auch Mai und September bieten gutes Wetter bei weniger Andrang. Der Herbst kann Regen und kühlere Temperaturen bringen, pack also unabhängig vom Monat Kleidung zum Zwiebelprinzip und eine wasserdichte Jacke ein.

Optionale Verlängerung nach Nordirland

Wenn du mehr Zeit hast, überlege dir, nach Tag 9 die Grenze zu überqueren. Ein kurzer Abstecher nach Belfast ermöglicht dir einen Besuch des Titanic Museum und des ikonischen Giant’s Causeway an der Causeway Coastal Route. Die Fahrt kostet je Richtung rund 2–3 Stunden extra, zeigt dafür aber ein ganz anderes kulturelles Flair.

Budget‑ & Mietwagen‑Tipps

  • Wähle ein Schaltgetriebe, um den Mietpreis zu halbieren (Wander Around Ireland).
  • Halte die Zahl der eingetragenen Fahrer gering, um die Versicherungskosten zu senken.
  • Sparsame Dieselautos können die Spritkosten um bis zu 50 % senken.
  • Buche Unterkünfte und beliebte Touren (z. B. die Cliffs‑of‑Moher‑Bootsfahrt) rechtzeitig, besonders in der Hochsaison.
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Reisedokumente & Währung

Ein gültiger Führerschein, eine Kreditkarte und ein Reisepass genügen für die meisten Autovermietungen (Tourlane). Der Euro ist die offizielle Währung; Karten werden fast überall akzeptiert, und Geldautomaten gibt es in Städten und Gemeinden reichlich.

Tipps zu Unterkunft & Parken

  • Dublin – suche nach Hotels mit eigenem Parkplatz (z. B. Jurys Inn Dublin Parnell Street) oder parke am Flughafen und fahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt.
  • Kilkenny – viele B&Bs in der historischen Altstadt bieten kostenloses Parken; praktisch ist der städtische Parkplatz an der John Street.
  • Cork – im Zentrum gibt es mehrere gebührenpflichtige Parkbuchten mit Parkschein; der kurze Weg zu Fuß zum English Market ist angenehm.
  • Galway – Parkplätze am Straßenrand sind knapp; das Parkhaus am Eyre Square ist ein guter Ausgangspunkt für Erkundungen zu Fuß.
  • Ländliche Stopps – die meisten Attraktionen (z. B. Kylemore Abbey, Cliffs of Moher) haben kostenlose Parkplätze mit reichlich Platz.

Für wen ist dieser Roadtrip?

  • Erstbesucher – die Route deckt die klassischen Highlights ab und lässt trotzdem Raum für spontane Stopps.
  • Familien – kurze Spaziergänge, Bootstouren zur Tierbeobachtung und interaktive Burgen halten Kinder bei Laune.
  • Hundebesitzer – viele Küstenstraßen und Wege durchs Land heißen angeleinte Hunde willkommen; prüfe die Regeln der einzelnen Attraktionen.
  • Abenteuerlustige – das Off‑Road‑Erlebnis auf den Aran Islands und die kurvigen Straßen der Beara Peninsula sorgen für einen Schuss Nervenkitzel.

Genieße die Freiheit der offenen Straße, die Herzlichkeit der irischen Gastfreundschaft und die sich ständig wandelnde Landschaft, die einen Roadtrip durch Irland unvergesslich macht. Sláinte!

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