Craggagh Cemetery – Fanore im Burren

📍 Fanore, Clare

🏛️ Sehenswürdigkeit
🅿️ Parken
Parken am Straßenrand nahe dem Eingang; kurzer unbefestigter Weg zum Tor.

Zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2026

Überblick

Was Craggagh von den meisten kleinen Friedhöfen unterscheidet, ist das, was man hinterher herausfinden kann. Die Clare Library hat die lokale Volkszählung von 1901, Griffith’s Valuation und historische Karten online gestellt, sodass die Namen auf diesen Steinen irgendwohin führen. Sei aber ehrlich zu dir selbst, warum du kommst: Ohne familiäre Verbindung oder ein laufendes Genealogieprojekt ist dies ein kleiner Friedhof am Straßenrand, an dem du sonst einfach vorbeifahren würdest. Der Friedhof, auch Fanore Cemetery genannt, liegt an der R477 direkt außerhalb des Dorfes Craggagh, nahe dem Küstenort Fanore in County Clare. Er ist klein und wettergegerbt, eingebettet in sanftes Weideland mit dem Atlantik in der Ferne, weit entfernt vom geschäftigeren Lisdoonvarna und Ennis, mit dem Burren ringsum. Die Koordinaten sind 53.09944 N, 9.29798 W.

Geschichte

Das genaue Gründungsdatum ist in den verfügbaren Quellen nicht verzeichnet, aber der Charakter ist eindeutig ländlich-irisch aus dem 19. Jahrhundert: eine Bandbreite an Stilen von schlichten Schiefergrabsteinen bis zu aufwendigeren keltischen Hochkreuzen, die den wechselnden Geschmack und die Verhältnisse der Gemeinde widerspiegeln. Der alternative Name, Fanore Cemetery, verbindet ihn mit dem nahen Küstendorf, das um Fischerei und kleinbäuerliche Landwirtschaft herum wuchs.

Die genealogische Überlieferung ist die große Stärke. Die Clare Library bietet Online-Zugang zur Volkszählung von 1901 für die townland Craggagh und zu Griffith’s Valuation von 1855, womit sich die Familien nachverfolgen lassen, deren Namen auf den Steinen erscheinen. Historische Karten des Ordnance Survey – aus den Jahren 1663, 1787 und 1842 – sind ebenfalls online und zeigen, wie sich die Landschaft und die townland-Grenzen rund um den Friedhof verändert haben.

Ein Sandstrand mit Dünen und felsigem Ufer bei Fanore an der Küste von Clare.
Fanore Beach, Co Clare Courtesy Chaosheng Zhang
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Was man sehen und tun kann

  • Die Grabsteine lesen. Viele tragen traditionelle irische Namen – Clarke, O’Hara, Ryan, Walsh – ein schneller Einblick in die Familien der Gegend.
  • Genealogie. Bring ein Notizbuch oder Handy mit und gleiche die Namen mit den Links zur Volkszählung von 1901 und Griffith’s Valuation der Clare Library ab. Dafür ist der Ort eigentlich da.
  • Ein kurzer Spaziergang. Der Friedhof liegt am Rand des Burren, daher tragen die umliegenden Felder Karstfelsen, Wildblumen und den einen oder anderen Atlantikblick. Geh durch das Tor hinaus und du bist auf der Küstenroute R477, ein beliebtes Ziel für Fotografen.
  • Andere Friedhöfe in der Nähe. In etwa 10 km Entfernung findest du Kilmoon Cemetery (Lisdoonvarna), Toovahera Graveyard, Gleninagh Cemetery sowie Rathborney Church and Graveyard – genug für einen thematischen Tag rund um die älteren Begräbnisstätten des Burren, falls das deine Art von Tagesausflug ist.

Praktische Informationen

Der Eintritt ist frei und der Friedhof ist ganzjährig geöffnet; es gibt keine ausgewiesenen Öffnungszeiten, da der Ort unbewacht ist und bei Tageslicht besucht werden kann. Es gibt Parkmöglichkeiten am Straßenrand nahe dem Eingang und einen kurzen unbefestigten Weg zum Tor. Die Anreise erfolgt mit dem Auto über die R477.

Es ist ein aktiver historischer Friedhof, also halte dich mit Lärm zurück, bleib auf den angelegten Wegen und bewege keine Steine oder Grabsteine. Es gibt keine Toiletten oder ein Besucherzentrum vor Ort.

Für die Recherche sind die wichtigsten Links:

Das Dorf Fanore, direkt an der R477 gelegen, hat ein kleines Café und ein paar Übernachtungsmöglichkeiten, falls du einen ganzen Tag den älteren Friedhöfen des Burren widmen möchtest.