Drombeg Stone Circle, Drombeg, Co. Cork
Drombeg Stone Circle, Drombeg, Co. Cork Courtesy Brian Morrison, Fáilte Ireland/Tourism Ireland

Drombeg Stone Circle – der Druidenaltar

📍 Glandore, Cork

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet
🎟️ Eintritt
Kostenlos

Zuletzt aktualisiert: 5. Juli 2026

Überblick

Dreizehn hohe Steine bilden einen Ring auf einem niedrigen Höhenzug über der Küste von West Cork – mehr steht von einem Kreis, der einst siebzehn zählte, nicht mehr aufrecht. Das ist Drombeg, von den Einheimischen Druidenaltar genannt, die bekannteste prähistorische Stätte in diesem Winkel von Cork und ein unkomplizierter Abstecher von der Küstenstraße zwischen Glandore und Rosscarbery. Der Eintritt ist frei, und die Stätte ist ganzjährig zugänglich. Sie ist zudem klein: Die meisten Besucher verbringen hier 30 bis 45 Minuten, betrachte sie also eher als Zwischenstopp denn als Tagesausflug. Wenn du nur eines tust, dann tritt in den Kreis und stell dich an den niedrigen Liegestein an der Westseite – um ihn herum ist der gesamte Kreis angelegt.

Geschichte & Anlage

Archäologen datieren den Kreis auf die mittlere bis späte Bronzezeit, also auf ein Alter von rund 3.000 Jahren – genutzt wurde die Stätte allerdings noch weit länger. Der irische Name Droma Bhig bedeutet „der kleine Höhenzug“. Der Kreis misst rund 9 Meter im Durchmesser; von den ursprünglich siebzehn Steinen stehen noch dreizehn, allesamt aus heimischem Sandstein, und mehrere neigen sich dort, wo Verwitterung und Untergrund sie im Lauf von drei Jahrtausenden verschoben haben. Als Edward Fahy die Stätte 1957 ausgrub, stieß er nahe der Mitte auf eine Grube mit den eingeäscherten Überresten eines Jugendlichen, bestattet in einem absichtlich zerbrochenen Gefäß – per Radiokarbonmethode datiert auf einen Zeitraum zwischen 1124 und 794 v. Chr.

Zwei höhere Portalsteine rahmen den östlichen Eingang und weisen zum langen, niedrigen Liegestein – dem Achsenstein – an der Westseite; er ist auf die Sonne zur Sonnenwende ausgerichtet und trägt auf seiner Oberfläche zwei Schälchen. Rund 40 Meter westlich liegt jener Teil der Stätte, an dem die meisten Besucher achtlos vorbeigehen: zwei zusammengebaute Steinhütten und ein Fulacht fiadh, eine bronzezeitliche Kochstelle, die über einen steinernen Damm mit einem Wassertrog verbunden ist. Radiokarbondaten belegen, dass dieser Teil bis weit in das frühe Mittelalter hinein genutzt wurde – Jahrhunderte nach dem Steinkreis selbst. Informationstafeln erklären die Methode, mit der man das Wasser im Trog durch erhitzte Steine zum Kochen brachte.

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Die Ausrichtung zur Wintersonnenwende

Am bekanntesten ist Drombeg für seine Ausrichtung zur Wintersonnenwende, die der Astronom Boyle Somerville 1923 erstmals beschrieb. Am kürzesten Tag des Jahres sinkt die untergehende Sonne hinter die gegenüberliegenden Hügel, und ihr letztes Licht fällt entlang des Achsensteins. Die Ausrichtung ist gut, wenn auch nicht auf den Punkt genau – die Sonne versinkt in einer Kerbe am fernen Höhenzug statt an einem einzigen festen Punkt –, doch sie ist eindeutig genug, um zu zeigen, dass die Erbauer den Sonnenlauf bewusst verfolgten und die Wende des Jahres markierten.

Wenn du den Sonnenuntergang zur Sonnenwende erleben willst, komm früh. Der kleine Parkplatz ist schnell voll, und die umliegenden Felder können nach winterlichem Regen matschig werden. Zieh dich warm und wasserdicht in mehreren Schichten an und trag festes Schuhwerk, denn der Boden ist uneben und naturbelassen.

Sehenswertes & Aktivitäten

  • Den Steinkreis erkunden – Tritt in den Ring, um die Dimension des Monuments zu spüren. Die nach innen geneigten Steine schaffen einen intimen, geschützten Raum, der sich mit dem Licht verändert.
  • Die Infotafeln lesen – Am Eingang und in der Nähe des Fulacht fiadh gelegen, erläutern diese Tafeln den Bau der Stätte, die nahen Bestattungsbräuche und die Ausrichtung zur Sonnenwende.
  • Das Fulacht fiadh entdecken – Der steingefasste Trog und die umgebende Feuerstelle sind gut zu erkennen. Sie bieten einen greifbaren Bezug zum bronzezeitlichen Alltag und zu gemeinschaftlichen Ritualen.
  • Fotografieren & Zeichnen – Die Kulisse des Atlantiks, die sanft gewellte Kulturlandschaft und das dramatische Winterlicht machen den Ort zu einem beliebten Motiv für Landschaftsfotografen und Künstler.
  • Mit Küste und Dörfern verbinden – Die Hafendörfer Glandore und Union Hall sind nur Minuten entfernt und laden zum Mittagessen ein, und die Abbeystrewry Burial Pits bei Skibbereen sind eine naheliegende Ergänzung für alle, die das prähistorische West Cork Stück für Stück zusammensetzen.

Praktische Informationen

DetailInformation
ÖffnungGanzjährig geöffnet; keine festen Zeiten und kein Ticketschalter
EintrittFreier Eintritt
AnfahrtAusgeschildert an der Küstenstraße zwischen Glandore und Rosscarbery; ein kleiner kostenloser Parkplatz liegt etwa 200 m vom Kreis entfernt, eine schmale Gasse hinauf – fahr langsam
AusstattungKeine vor Ort. Bring Wasser, Snacks und wetterfeste Kleidung mit
BarrierefreiheitEin Schotterweg führt zum Feld, dann folgt ein grasbewachsener Hang. Bei trockenem Wetter teilweise rollstuhlgerecht, doch der unebene Boden kann nach Regen zum Problem werden
Beste BesuchszeitWintersonnenwende (21. Dezember) für die Ausrichtung zum Sonnenuntergang; früher Morgen an klaren Tagen für weiches, gerichtetes Licht

Die Stätte ist völlig unbesetzt und lebt vom Respekt der Besucher. Bleib auf den angelegten Wegen, verzichte darauf, die Steine zu bewegen oder zu besteigen, und nimm allen Müll wieder mit. Die nächsten Einrichtungen, darunter Cafés und öffentliche Toiletten, findest du in Rosscarbery und Glandore, beide nur eine kurze Fahrt entfernt.

Deinen Besuch planen

Drombeg ist eher ein 30- bis 45-minütiger Zwischenstopp als ein Tagesausflug, kombiniere es also mit der Küste: Die Strände von Owenahincha und Inchydoney liegen beide in der Nähe, und in Glandore und Rosscarbery gibt es die nächsten Cafés und Toiletten. Am schönsten sind die Steine am späten Nachmittag eines klaren Tages, wenn die tief stehende Sonne über die Gravuren streift und der kleine Parkplatz sich geleert hat. Ein Besuch unter der Woche erspart dir das ärgste sommerliche Gedränge auf der schmalen Gasse.