Eine beleuchtete Bronzestatue aus abstrakten Figuren steht in einem Brunnen neben einem großen Baum.
Die beleuchtete Special-Olympics-Statue steht markant im Wasserbecken der Dubh Linn Gardens. Courtesy C�sar Dive

Dubh Linn Gardens – Dublins schwarzer Tümpel

📍 Dublin, Dublin

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Mo.–So. und an Feiertagen 09:45–17:45 Uhr (letzter Einlass 17:15 Uhr); geschlossen vom 25.–27. Dez. und am 1. Jan.

Zuletzt aktualisiert: 2. Juni 2026

Diese ummauerte Rasenfläche hinter dem Dublin Castle ist der Grund, warum die Stadt Dublin heißt. Der Rasen liegt auf oder neben dem dubh linn, dem „schwarzen Tümpel“, an dem der Fluss Poddle in die Liffey mündete und an dem ab etwa 841 Wikingerschiffe anlegten und Handel trieben. Der Tümpel gab der Siedlung ihren irischen Namen, und der Garten bewahrt die Erinnerung ganz bewusst: Seeschlangen sind in den zentralen Rasen geschnitten, und man betritt ihn durch schmiedeeiserne Tore mit keltischen Spiralen.

Behandelt ihn als Zehn-Minuten-Stopp, nicht als Ziel. Er ist klein, ummauert und ruhig, mit Bänken und ohne Café, und viele Besucher gehen mit dem Gefühl, dass sich eine eigene Anreise nicht lohnt. Der Grund, hineinzugehen: Man ist ohnehin schon am Castle, der Eingang zur kostenlosen Chester Beatty Library öffnet sich direkt auf den Garten, und die Eck-Gedenkstätten sind einen langsamen Blick wirklich wert.

Die Gedenkgärten

Hinter einem zentralen „Vier-Jahreszeiten“-Garten liegen vier kleinere Eckgärten, und drei davon sind zu Gedenkstätten geworden. Der größte und geschützteste ist der Garda Memorial Garden, 2009 neu gestaltet, in dem die Namen aller Mitglieder von An Garda Síochána, die im Dienst getötet wurden, auf einer Ehrenliste verewigt sind. Eine zweite Ecke hält eine Bronzeskulptur für die 2003 in Irland ausgetragenen Special Olympics World Summer Games, mit den Namen aller 30.000 Volunteers auf Tafeln ringsum. Die dritte erinnert an die investigative Journalistin Veronica Guerin, 1996 ermordet, in zurückhaltender Steinmetzarbeit statt mit einer Statue. Keine davon steht hinter Glas; man liest sie stehend auf denselben Wegen wie alle anderen.

Ein Rasen mit Funktion

Das grasige Zentrum ist nicht rein dekorativ. Es dient zugleich als Hubschrauberlandeplatz für Staatsgäste und Rettungsdienste, und die Maschine von Präsident John F. Kennedy setzte hier im Juni 1963 auf, fünf Monate vor seinem Tod. Das Dublin Castle hat an dieser Stelle seit mindestens den frühen 1600er-Jahren Gärten; die heutige Anlage mit den Schlangenlinien ist eine moderne Neugestaltung eines sehr alten Stücks Boden.

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Besuch

Der Eintritt ist frei, ein Ticket braucht man nicht. Die Tore folgen den Öffnungszeiten des Castle: Montag bis Sonntag und an Feiertagen 09:45 bis 17:45 Uhr, letzter Einlass 17:15 Uhr, geschlossen vom 25. bis 27. Dezember und am 1. Januar. Die Hauptwege sind gepflastert und für Rollstühle und Kinderwagen gut geeignet, auch wenn ein paar Gedenk-Ecken flache Stufen und niedrige Pflanzränder haben – wer darauf angewiesen ist, bleibt am besten auf dem ebenen äußeren Rundweg. Im Inneren gibt es weder Cafés noch Automaten, aber die Bänke und der Rasen sind gemacht für ein mitgebrachtes Mittagessen, und Informationstafeln am Eingang erklären den Wikinger-Tümpel und jede Gedenkstätte.

Der Garten ist fünf Gehminuten von den Toren des Castle an der Dame Street entfernt, in Reichweite von Christ Church Cathedral, Temple Bar und Trinity College. Die nächsten Luas-Haltestellen sind Trinity an der Green Line sowie Four Courts oder Jervis an der Red Line, jeweils ein kurzer Fußweg; das Parken auf der Straße rund um das Castle ist streng begrenzt, also nutzt am besten ein Parkhaus Richtung College Green und geht zu Fuß. Kommt am späten Vormittag oder frühen Nachmittag, wenn das Licht die Schlangenmuster im Gras erfasst, und verbindet den Besuch mit der Chester Beatty nebenan.