Überblick
Als es 1881 als South City Markets eröffnete, war dies Dublins erstes eigens erbautes Einkaufszentrum – ein viktorianischer Bau aus rotem Backstein im neugotischen Stil, der einen ganzen Block abseits der South Great George’s Street einnimmt, begrenzt von Fade, Drury und Exchequer Street. Im Inneren wirft ein gewölbtes Glasdach auf gusseisernen Trägern Tageslicht auf Terrakotta-Säulchen und Türme mit Kegeldächern, und mehr als vierzig unabhängige Händler beleben die überdachte Promenade. Man kann kostenlos hindurchgehen, es ist trocken, wenn es regnet, und es ist die charmanteste Abkürzung zwischen der Grafton Street und dem Creative Quarter.
Ein viktorianisches Wahrzeichen
Die Märkte ersetzten die älteren Castle Markets auf dem Gelände. Ein Designwettbewerb in den 1870er-Jahren ging an die britische Firma Lockwood & Mawson, und das Gebäude entstand zwischen 1878 und 1881, eröffnet von Lord Mayor Sir George Moyers. Die Dubliner taten sich zunächst schwer damit, sich zu erwärmen – die Ernennung englischer Architekten half da nicht.
Dann, am 27. August 1892, zerstörte ein Brand das Innere. Niemand kam ums Leben, und die Außenmauern hielten stand. Der irische Architekt William Henry Byrne übernahm den Wiederaufbau, behielt die viktorianische Fassade und ließ das Innere mit Geschäften mit Backsteinfronten auskleiden. Am 13. September 1894 wurde es wiedereröffnet und hat seither durchgehend gehandelt. Die Layden Family Group kaufte es 1992 und kümmert sich seither darum.


Die Geschäfte
Das ist der Grund zu kommen: unabhängige Händler, die man auf der Haupteinkaufsstraße nicht findet. Stokes Books handelt mit gebrauchten und antiquarischen Titeln, Spindizzy Records mit Vinyl, und es gibt Vintage- und Secondhand-Kleidung bei Retro und Flip, Geschenke und Karten bei New Moon, einen Barbier (Blindeye) und dazwischen verstreut Stände mit Schmuck, Antiquitäten und irischem Design. Die hohen Decken und der Steinboden verleihen dem Ganzen ein Galeriegefühl, und es belohnt eher ein gemütliches Stöbern als einen gezielten Sprint.
Für eine Kleinigkeit zu essen bietet Simon’s Place altbewährte Café-Küche, und Lolly & Cooks macht Sandwiches und Backwaren; ein Dunnes Stores verankert ein Ende. Die Händler wechseln im Laufe der Zeit, also betrachte jede Liste nur als Momentaufnahme. Wenn du lieber draußen vor der Arkade sitzen möchtest, ist der umliegende Abschnitt der South Great George’s Street und der Drury Street dicht gesäumt von Cafés.
Anreise und Zugang
Die Arkade liegt fünf Gehminuten von den meisten Orten im südlichen Stadtzentrum entfernt. Die nächsten Luas-Haltestellen sind St Stephen’s Green und Dawson, beide an der Green Line. Dublin-Buslinien, darunter die 15 und die 65, bedienen die South Great George’s Street.
Es gibt kein Parkhaus vor Ort. Parkplätze auf der Straße in der Nähe sind begrenzt und teuer (etwa 4–9 € pro Stunde), daher ist das Parkhaus am St Stephen’s Green die praktische Wahl. Der Zugang im Inneren ist gut – die Haupteingänge sind ebenerdig, und die Markthalle hat einen ebenen Steinboden, der für Rollstühle und Kinderwagen geeignet ist – aber einige einzelne Ladentüren haben noch die ursprünglichen Stufen oder unebene Schwellen, also frag im Voraus nach, wenn das für dich wichtig ist.
In der Nähe
In wenigen Gehminuten erreichst du:
- Grafton Street: Dublins Haupteinkaufsstraße, inklusive Straßenmusikanten.
- Temple Bar: das Kulturviertel mit Pubs, Restaurants und Galerien, gleich gegenüber der Dame Street.
- Christ Church Cathedral: normannische Architektur aus dem 12. Jahrhundert, zehn Minuten westlich.
- St Stephen’s Green: der bekannteste Park der Stadt, am oberen Ende der Grafton Street.
- Abbey Theatre: Irlands Nationaltheater, nördlich über die Liffey.
Live-Musik und Pop-up-Veranstaltungen tauchen ab und zu in der zentralen Halle auf. Der Eintritt ist frei, und geöffnet ist täglich; die einzelnen Geschäfte haben ihre eigenen Öffnungszeiten. Wenn du also etwas Bestimmtes suchst, wirf vor einem besonderen Ausflug einen Blick auf die Website der George’s Street Arcade.
