Überblick
Johnnie Fox’s lebt seit 1798 von zwei Dingen: Es ist mit 235 m (770 ft) der höchstgelegene Pub Irlands, hoch oben in den Dublin Mountains, und es ist einer der unverhohlensten Touristenmagnete des County. Der Pub liegt in Glencullen, etwa eine halbe Stunde von der Stadt entfernt, und drinnen erwarten dich niedrige Balken, Torfgeruch und Wände voller gespendeter Kuriositäten. Wenn du mit offenen Augen kommst, wirst du es genießen: Das hier ist ein gut geölter Betrieb, der auf Besucher ausgelegt ist, die Meeresfrüchte sind wirklich gut, und die Hooley-Show mit Dinner und Tanz ist das, wofür die meisten eigentlich buchen. Wenn du einen ruhigen Pint unter Einheimischen suchst, bist du hier falsch.

Eine Geschichte von Rebellion und Landleben
Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1798 und begann als kleiner Bauernhof; die eigene Erzählung des Pubs verbindet den Ort mit Unterschlupf für die United Irishmen während der Rebellion jenes Jahres und später mit Treffen, die Daniel O’Connell abhielt. Die Familie McMahon führt den Pub seit Jahrzehnten, und unter ihrer Leitung wuchs er zu dem weitläufigen Musik- und Dinner-Lokal heran, das er heute ist.
Viel vom ursprünglichen Charakter ist erhalten geblieben. Die Steinmauern und der Torffeuer-Herd stammen aus Generationen vergangener Zeiten, und ein einzelnes steinernes Grab, das direkt in eine Innenwand eingelassen ist, ist eines der wenigen bekannten Beispiele seiner Art in einem irischen Pub. In den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden befinden sich heute das „Pig House“ und der „Haggart“-Biergarten, während Mini-Museen antike Bauernwerkzeuge, einen gusseisernen Hungersnot-Topf und eine Vintage-Nähmaschine von Singer ausstellen.
Essen, Trinken & Die hauseigene Bäckerei
Die Küche hat sich einen starken Ruf für Meeresfrüchte erarbeitet und hat für Gerichte wie Wildmuscheln und Seehecht internationale Medaillen gewonnen. Auch herzhafte traditionelle Küche ist gut vertreten, mit langsam geschmorter Lammkeule, Guinness-Pie und hausgemachter Chowder auf der Speisekarte. Hinter den Kulissen betreibt der Pub seine eigene Bäckerei, Fox’s Bakery, die täglich frisches Brot und Gebäck herstellt und auf Bestellung Torten mit etwa 72 Stunden Vorlauf anfertigt.
Die Bar führt eine große Auswahl an irischen Whiskys, Gins und Craft-Bieren, darunter Johnnie Fox’s eigener Whiskey, der im Irish Coffee landet. In den kälteren Monaten wechselt die Speisekarte zu wärmenden Eintöpfen, und das offene Torffeuer wird zum natürlichen Treffpunkt.
Live-Musik & Die Hooley-Show
Traditionelle irische Musik ist bei Johnnie Fox’s eine Konstante, mit Sessions jeden Abend und einer größeren Band am Samstag- und Sonntagnachmittag. Am bekanntesten ist der Pub für seine Hooley-Show, die als die am längsten laufende ganzjährige irische Tanzshow des Landes beworben wird: ein Vier-Gänge-Menü, gefolgt von einer energiegeladenen Tanzdarbietung und Live-Band. Es ist ein Abend mit Ticket (zum Zeitpunkt des Schreibens rund 49,50 € pro Person), der sieben Nächte die Woche läuft und in der Hochsaison schnell ausgebucht ist – also buche rechtzeitig. Im Winter gibt es außerdem Geschichtenabende am Feuer.
Wanderwege & Zugang zu den Bergen
Der Parkplatz des Pubs dient als praktischer Ausgangspunkt für mehrere markierte Routen durch die Dublin Mountains. Wanderer können zum Giant’s Grave und zu alten Menhiren aufbrechen, den Barnaslingan Scalp Lookout Trail für Panoramablicke ins Tal nehmen oder die Ticknock Fairy-Castle Loop erkunden, eine kurze Waldrunde, die bei Familien beliebt ist. Auch der historische Carrickgollogan Lead Mines Way führt in der Nähe vorbei und bietet einen Einblick in das industrielle Erbe des 19. Jahrhunderts. Die Wege reichen von leichten Spaziergängen, die für die meisten Altersgruppen geeignet sind, bis zu anspruchsvolleren Hügelwanderungen – festes Schuhwerk ist daher ratsam. Der Pub ist ein natürlicher Zwischenstopp vor oder nach einer Wanderung, mit viel Platz zum Aufwärmen und Auftanken.
Anreise & Praktische Informationen
Johnnie Fox’s liegt etwa 25–35 Autominuten vom Dubliner Stadtzentrum entfernt. Von der M50 nimm die Ausfahrt 15 Richtung Kilternan/Leopardstown, folge den Schildern zur Glenamuck Road und biege oben in der Nähe des Palmers Pub links ab. Nimm die erste rechts an der Topaz-Tankstelle, und nach etwa 2,5 Meilen liegt das Lokal auf der rechten Seite. Kostenlose Parkplätze direkt am Haus sind vorhanden, allerdings füllt sich der Zusatzparkplatz gegenüber am Wochenende schnell.
Die öffentlichen Verkehrsmittel sind dünn gesät – das ist der Haken bei einem Pub außerhalb der Stadt. Die Dublin-Bus-Linie 44B fährt von der Dundrum-Luas-Station, aber nur ein paar Mal pro Woche; die zuverlässigere Option ist Johnnie Fox’s eigener Express-Bus, der vom Stadtzentrum für 5 € pro Strecke mit mehreren Zustiegsmöglichkeiten, darunter einigen Hotels, fährt. Taxis und Ridesharing-Dienste brauchen 18–20 Minuten aus den südlichen Vororten.
Wichtige Informationen für Besucher:
- Öffnungszeiten: Montag–Donnerstag 11:00–23:30 Uhr, Freitag–Samstag 11:00–00:30 Uhr, Sonntag 11:00–23:00 Uhr. Die Küche serviert in der Regel von 12:00 bis 21:30 Uhr, spätes Essen sollte aber telefonisch bestätigt werden.
- Reservierungen: Mittag-, Abendessen und Tische für die Hooley-Show können über die Website oder telefonisch reserviert werden.
- Barrierefreiheit: Ein Accessibility Welcome Guide ist online verfügbar, und das Personal kann bei speziellen Anforderungen helfen.
- Kinder: Im Hauptrestaurant bis 21 Uhr willkommen (22 Uhr während der Schulferien); die letzte Buchung mit Minderjährigen ist um 18:45 Uhr (19:45 Uhr in den Schulferien).
- Haustiere: Hunde sind nur im Außenbereich willkommen und müssen an der Leine gehalten werden.
- Veranstaltungen: Das Lokal bietet Platz für private Feiern, Firmenveranstaltungen und Sommer-Barbecues in seinen Innen- und beheizten Außenbereichen, mit einer Gesamtkapazität von rund 300 Gästen.
Der Pub schließt an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag und öffnet am Stephanstag wieder mit verlängerten Festtagszeiten und saisonaler Dekoration. Für das beste Berglicht und eine entspannte Atmosphäre solltest du an einem klaren Tag am späten Nachmittag vorbeischauen und dich dann zum Essen niederlassen, wenn das Torffeuer aufflammt und die ersten Geigenklänge durch die Steinmauern wehen.
