Überblick
Loch an tSéideáin – „der See der Brisen“ – ist ein flacher Süßwassersee im Burren, etwa 15 km nördlich von Ennis und einen kurzen Fußweg östlich von Corofin. Er ist klein: rund 1 km lang und 0,6 km breit, nirgends tiefer als 7 m und im Schnitt kaum 2 m. Was ihn wissenswert macht, ist nicht seine Größe, sondern seine Hydrologie. Der River Fergus fließt direkt durch den See, kommt vom Lough Inchiquin flussaufwärts und zieht weiter nach Süden, mit zusätzlichem Wasser vom Lough Cullaun. Atedaun ist ein Glied in einer Kette von Burren-Loughs, zu der auch Lough George und Muckanagh Lake gehören.
Wie weite Teile des Burren versickert das Wasser hier durch den Kalkstein, statt über ihn abzufließen, sodass der See mit dem Wetter atmet. Nach einer nassen Periode steigt das Wasser; in trockeneren Monaten fällt es zurück und hinterlässt eine dunkle Linie aus turlough-Moos, die zeigt, wie hoch es gestanden hatte. Der See liegt nur 13 m über dem Meeresspiegel, und er samt seinem Uferfeuchtgebiet liegt innerhalb des East Burren Complex Special Area of Conservation und des Corofin Wetlands Special Protection Area.
Vögel und Fische
Vogelbeobachtung ist der Hauptgrund zu kommen. BirdWatch Ireland veranstaltet hier Ausflüge zu den Wasservögeln, die das flache, nährstoffreiche Wasser anzieht, und ein stiller früher Morgen vom Ufer aus ist das Beste davon. Unter der Oberfläche beherbergt der See Barsch, Rotfeder, Hecht und Steinbeißer, dazu den vom Aussterben bedrohten Europäischen Aal. Angeln erfordert eine irische Fischereilizenz, und während der Laichzeit gelten die üblichen Schutzbestimmungen.
Besuch
Sei dir darüber im Klaren, was das hier ist und was nicht. Es gibt kein Besucherzentrum, kein Café und keinen markierten Uferweg – Atedaun ist offenes, ruhiges Wasser, das weitgehend sich selbst überlassen bleibt. Corofin ist der richtige Ausgangspunkt: Dort gibt es Parkplätze, Kaffee und Toiletten, und der See liegt einen kurzen Fußweg oder eine kurze Fahrt vom Dorf entfernt. Wanderer planen sich ihre eigenen Runden auf den ruhigen Nebenstraßen rund um den Lough mit Routen-Apps wie Komoot; es gibt keinen offiziell markierten Weg.
So oder so: Stiefel anziehen. Der Kalkstein des Burren entwässert schnell, aber der feuchte Boden nahe dem Ufer bleibt lange weich, nachdem die Straßen schon abgetrocknet sind.