St Dominic’s & Hore Abbeys, Cashel
Courtesy Tipperary Tourism

St Dominic’s & Hore Abbeys, Cashel

📍 Cashel, Tipperary

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Täglich geöffnet, frei zugängliches Gelände
🎟️ Eintritt
Kostenloser Eintritt
🅿️ Parken
Parkplätze direkt vor St Dominic's Abbey in der Dominic Street. Für Hore Abbey laufen die meisten vom Parkplatz des Rock of Cashel aus (Tagesgebühr fällt an).

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Überblick

Fast jeder, der Cashel besucht, zahlt am Rock Eintritt und fährt wieder. Zwei mittelalterliche Ruinen nur wenige Gehminuten entfernt bleiben dagegen weitgehend unbeachtet – beide kostenlos und beide frei zugängliche National Monuments in der Obhut des Office of Public Works. St Dominic’s Abbey ist die Adresse für Steinmetzkunst; Hore Abbey ist die Adresse für die Aussicht. Wenn du nach dem Rock nur Zeit für eine der beiden hast, geh zu Hore hinaus – wie die Ruine in ihrem leeren Feld steht, mit dem Rock of Cashel dahinter, ist das Foto, an das man sich erinnert.

St Dominic’s Abbey

St Dominic’s liegt in der Dominic Street am nördlichen Ende von Cashel, etwa 300 m südöstlich des Rock, mit Parkplätzen direkt davor. Gegründet wurde das Kloster 1243 von David McKelly, Erzbischof von Cashel, der Dominikanermönche aus Cork holte; das Priorat gewann so an Bedeutung, dass es 1256, 1289 und 1307 Provinzialkapitel des Ordens ausrichtete. 1480 brannte es versehentlich nieder und wurde von Erzbischof John Cantwell wiederaufgebaut, der den Vierungsturm errichtete und die Maßwerkfenster einsetzen ließ.

Dieser Vierungsturm – drei Geschosse, im 15. Jahrhundert ergänzt – beherrscht noch immer die Ruine. Die Kirche behält ihren rechteckigen Grundriss von Ost nach West, mit Langhaus, Chor und Querschiff, die sich im Gelände abzeichnen. Die Mauern bestehen aus Kalkstein, doch die Fenster und Türen aus dem 13. Jahrhundert sind aus warmem gelbem Sandstein gehauen, der sich deutlich davon abhebt. Im Langhaus findest du mittelalterliche Grabplatten, einen Steinsarkophag aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und einen gemeißelten Frauenkopf; ein Altarseitenpaneel trägt die Leidenswerkzeuge und eine geschnitzte Christusfigur. Das Kloster wurde 1540 von Prior Edward Brown übergeben und 1543 Walter Fleming zugesprochen, doch eine kleine Dominikanergemeinschaft hielt sich über Generationen – der letzte von ihnen, John Conway, starb in den 1860er-Jahren.

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Hore Abbey

Ein kurzer Spaziergang hinaus ins offene Weideland unterhalb des Rock führt zu Hore Abbey, Irlands letzter mittelalterlicher Zisterziensergründung, errichtet 1272, als die frühere Benediktinergemeinschaft abgelöst wurde. Sie folgt dem schlichten, geordneten Grundriss des Zisterzienserordens. Die kreuzförmige Kirche steht noch mehrere Meter hoch, mit einem Vierungsturm aus dem 15. Jahrhundert in der Mitte und Spuren von Rippengewölben im Mauerwerk. Im Norden zeichnen Kreuzgangarkade und Kapitelsaal den Alltag des Klosterlebens nach; der Kapitelsaal bewahrt eine Doppelpiscina und einen Bullaun-Stein. Keine Mauern oder Wege grenzen sie ein – sie steht in einem Feld, mit einer Stufe an der Grenze, der Kalkstein klar gegen den Himmel, den Rock im Rücken.

Besucherinformationen & praktische Tipps

Beide Abteien sind geöffnet und kostenlos, ohne Ticketkauf, Besucherzentrum oder Einrichtungen vor Ort – plane also entsprechend.

  • Schuhwerk & Gelände: Der Boden kann uneben, matschig oder nach Regen rutschig sein. Festes Schuhwerk hilft, besonders in Hore.
  • Zugang: St Dominic’s liegt auf ebenem Gelände direkt an der Straße. Hore Abbey erfordert das Überqueren einer Stufe ins Weideland und ist daher nicht für Kinderwagen oder Rollstühle geeignet.
  • Einrichtungen: Toiletten, ein Café und Ausstellungsräume gibt es im Besucherzentrum des Rock of Cashel, wenige Minuten entfernt.
  • Fotografie: Frühmorgens und am späten Nachmittag wirft das Licht lange Schatten über den Kalkstein, und beide Vierungstürme rahmen den Rock gut ein.
  • Hunde: Beide Stätten sind bei einheimischen Spaziergängern beliebt; halte Hunde in der Nähe von Vieh an der Leine, besonders im Feld von Hore Abbey.

Anreise

St Dominic’s liegt in der Dominic Street mit Parkplätzen davor und ist damit die einfachere der beiden – du kannst direkt an der Abtei halten. Für Hore Abbey laufen die meisten vom Parkplatz des Rock of Cashel (dort fällt eine Tagesgebühr an) durch die Felder hinunter; rechne zehn Minuten. Von der N74 folgst du den braunen Schildern zum Rock of Cashel.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind im ländlichen Tipperary dünn gesät, aber Bus Éireann verbindet Cashel mit Limerick, Thurles und Clonmel, und die Haltestellen liegen in Gehweite des Rock.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

  • Rock of Cashel – der mittelalterliche Kirchenkomplex auf dem Hügel, mit Kathedrale, Rundturm und Besucherzentrum.
  • Cormac’s Chapel – die romanische Kapelle aus dem 12. Jahrhundert auf dem Rock, bekannt für ihre Schnitzereien und erhaltenen Fresken.
  • Athassel Priory – Irlands größtes mittelalterliches Priorat, etwa 13 km südwestlich entlang des River Suir.
  • Bru Boru Cultural Centre – Cashels Kulturzentrum am Fuß des Rock.

Eine halbe bis dreiviertel Stunde reicht für beide Abteien in gemächlichem Tempo. Komm früh oder spät am Tag, wenn das Licht tief steht und die Reisebusse am Rock sich gelichtet haben.