Eine fünfköpfige Familie sitzt im Gras eines Parks und isst Eiswaffeln unter Bäumen.
Eine Familie genießt Eis auf dem Rasen im St Stephen's Green Park in Dublin. Courtesy Fáilte Ireland

St Stephen's Green, Dublin

📍 Dublin, Dublin

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Montag – Samstag: 07:30 – Einbruch der Dunkelheit Sonntag & Feiertage: 09:30 – Einbruch der Dunkelheit Weihnachtstag: 09:30 – 12:30
🎟️ Eintritt
Kostenlos
🅿️ Parken
Der nächste Parkplatz ist das Q-Park unter dem Stephen's Green Shopping Centre; am Park selbst gibt es keinen.

Zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2026

Überblick

St Stephen’s Green ist der größte der georgianischen Gartenplätze Dublins: 22 Hektar Rasenflächen, gewundene Wege und ein Ziersee, eine Minute zu Fuß vom oberen Ende der Grafton Street entfernt. Es war Lord Ardilaun – Sir Arthur Guinness –, der die Neugestaltung bezahlte und den Park 1880 für die Öffentlichkeit öffnete; zuvor waren die Tore für alle außer den schlüsselbesitzenden Bewohnern der umliegenden Stadthäuser verschlossen. Es gibt mehr als 3,5 km befestigte, barrierefreie Wege, und 2025 wurde der Park mit dem Green Flag Award ausgezeichnet. Wenn du nur zwanzig Minuten Zeit hast, komm durch den Fusiliers’ Arch an der Ecke zur Grafton Street herein, geh zum See, um die Enten und Schwäne zu beobachten, und kehr auf demselben Weg zurück – dieser Abschnitt ist das Postkartenmotiv.

St Stephen's Green, Park, Dublin City
St Stephen's Green, Park, Dublin City Courtesy Fáilte Ireland

Eine kurze Geschichte

Der Name des Parks geht auf ein mittelalterliches Leprakrankenhaus und die Kirche des heiligen Stephanus zurück, die 1192 an dieser Stelle gegründet wurden. Über Jahrhunderte war das Gebiet ein sumpfiges Gemeindeland am Stadtrand von Dublin, das als Viehweide diente und, so berichten Quellen aus dem 17. Jahrhundert, auch für öffentliche Bestrafungen genutzt wurde. 1635 widmete die Dublin Corporation das Land offiziell der öffentlichen Erholung, auch wenn es noch jahrzehntelang ein schlammiges, von Vieh bevölkertes Feld blieb.

Die Verwandlung begann 1663, als die Corporation 27 Hektar des Gemeindelandes einzäunte, die umliegenden Grundstücke zur Bebauung verkaufte und eine Umfassungsmauer errichtete. Die Anwohner waren verpflichtet, jeweils drei Bergahorne zu pflanzen, wodurch die frühe baumgesäumte Promenade des Green entstand. Im späten 18. Jahrhundert umgaben georgianische Stadthäuser den Park, und er wurde zum modischen Spaziergelände der städtischen Elite. Der Zugang blieb jedoch den schlüsselbesitzenden Anwohnern vorbehalten.

Das änderte sich 1877, als Sir Arthur Guinness (Lord Ardilaun) den verschuldeten Park kaufte, seine Schulden tilgte und eine umfassende Neugestaltung in Auftrag gab. Der Landschaftsarchitekt William Sheppard und der Ingenieur A.L. Cousins schufen das viktorianische Layout, das bis heute erhalten ist, mit gewundenen Alleen, exotischen Bepflanzungen, Pulham-Felsarbeiten und dem zentralen See mit seinem ornamentalen Pavillon. Der Park wurde am 27. Juli 1880 offiziell wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

Der Green hat auch einen Platz in der modernen irischen Geschichte. Während des Osteraufstands von 1916 besetzte eine Abteilung der Irish Citizen Army unter Michael Mallin und Constance Markievicz den Park und grub Schützengräben – eine schlechte Position, wie sich herausstellte, als britische Truppen von den oberen Stockwerken des nahe gelegenen Shelbourne Hotels das Feuer eröffneten. Der Geschichte nach wurde jeden Tag eine vorübergehende Waffenruhe vereinbart, damit der Parkwächter die Enten füttern konnte. Die sichtbarste Narbe ist der von Kugeln durchlöcherte Fusiliers’ Arch am Eingang zur Grafton Street, der die Spuren noch immer trägt.

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Was es zu sehen und zu tun gibt

St Stephen’s Green ist für gemütliches Erkunden gemacht. Eine kurze, gut ausgeschilderte Rundroute lässt sich in etwa 30 Minuten bewältigen – ideal für eine schnelle Stadtpause oder einen längeren Nachmittagsspaziergang.

  • Fusiliers’ Arch: 1907 zum Gedenken an die Royal Dublin Fusiliers erbaut und mit Einschusslöchern aus dem Osteraufstand von 1916 übersät. Schau dir das Mauerwerk an der Ecke zur Grafton Street genau an.
  • Der See: Der See am nördlichen Ende hat eine kleine Insel, einen Pavillon und eine Zierbrücke; er ist der beste Ort, um die ansässigen Schwäne und Enten zu beobachten.
  • Garden for the Blind: Ein Sinnesgarten in der Nähe des Sees mit duftenden und taktilen Pflanzen, die in Blindenschrift beschriftet sind.
  • Spielplatz: In einen Bereich für jüngere und einen für ältere Kinder geteilt und bei Familien beliebt, allerdings sind Hunde in dieser Zone nicht erlaubt.
  • Musikpavillon: Ein runder viktorianischer Musikpavillon auf der Südseite bietet im Sommer kostenlose Mittagskonzerte.
  • Viktorianische Schutzhütten & Superintendent’s Lodge: Kleine Pavillons entlang des Westufers des Sees bieten an regnerischen Tagen Schutz. Die Schweizer Stil nachempfundene Superintendent’s Lodge nahe der Mitte, ursprünglich die Residenz des Parkverwalters, verleiht der viktorianischen Landschaft einen Hauch von Alpencharme.

Statuen & Skulpturen

Bronze- und Steinfiguren sind über die Rasenflächen verstreut und ehren literarische Persönlichkeiten, politische Führer und die Wohltäter des Parks:

  • Lord Ardilaun: Sitzt auf einem Steinsockel gegenüber dem Royal College of Surgeons und erinnert an den Mann, der die Schulden des Parks tilgte und ihn für die Öffentlichkeit öffnete.
  • Countess Constance Markievicz: Ehrt die Revolutionärin und Irlands erste weibliche Kabinettsministerin.
  • Henry Moore – W.B. Yeats (1967): Eine abstrakte Bronze, weithin als eine der bekanntesten modernen Skulpturen Irlands angesehen.
  • James Joyce: Ein Denkmal für den Schriftsteller steht in der Nähe des Sees.
  • Three Fates Fountain: Eine Bronzegruppe, die Westdeutschland 1956 als Dank dafür stiftete, dass Irland nach dem Zweiten Weltkrieg Flüchtlingskinder aufgenommen hatte.
  • Weitere Denkmäler: Darunter Büsten und Statuen von Thomas Kettle, Rabindranath Tagore, Theobald Wolfe Tone, Robert Emmet und Jeremiah O’Donovan Rossa.

Veranstaltungen & saisonale Höhepunkte

Die Atmosphäre des Parks wandelt sich mit den Jahreszeiten und bietet das ganze Jahr über unterschiedliche Erlebnisse:

  • Sommerliche Mittagskonzerte: Kostenlose Auftritte am Musikpavillon an Wochentagen im Sommer.
  • Frühlingsbepflanzung: Die Staudenbeete färben sich ab dem zeitigen Frühjahr, einer der Gründe, warum der Park seinen Green Flag hält.
  • Herbstlaub: Von Ende Oktober bis Anfang November färben sich die alten Bäume des Parks goldgelb und bernsteinfarben.
  • Winterspaziergänge: Januar und Februar sind die ruhigen Monate, ein beschaulicher Kontrast zu den sommerlichen Mittagsmassen.
  • Weihnachtstag: Der Park hat verkürzte Öffnungszeiten, er öffnet um 09:30 und schließt um 12:30.
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Anreise & praktische Informationen

St Stephen’s Green liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Trinity College entfernt. Die Luas Green Line endet direkt neben dem Park auf der Westseite, die DART-Station Pearse Station ist etwa fünf Minuten entfernt, und zahlreiche Dublin-Bus-Routen halten in den umliegenden Straßen. Es gibt eine DublinBikes-Station an der St Stephen’s Green East, und der nächste Parkplatz ist das Q-Park unter dem Stephen’s Green Shopping Centre – am Park selbst gibt es keinen.

  • Öffnungszeiten: Montag–Samstag ab 07:30, Sonntag & Feiertage ab 09:30; ganzjährig geöffnet, Schließung bei Einbruch der Dunkelheit. Weihnachtstag: 09:30–12:30.
  • Eintritt: Kostenlos.
  • Barrierefreiheit: Alle Wege sind rollstuhlgerecht. Der Garden for the Blind hat Blindenschrift-Beschilderung und duftende Pflanzen, die du anfassen kannst.
  • Hunde: Müssen an der Leine geführt werden und sind im Spielplatz sowie rund um den See und die Brunnen nicht erlaubt. Ein Verhaltenskodex für Hundebesitzer ist auf der Website des Parks zu finden.
  • Audioguide und Führungen: Ein kostenloser offizieller Audioguide ist über die GuidiGO-App verfügbar; geführte „Green Mile“-Spaziergänge starten an Wochenendvormittagen vom nahe gelegenen Little Museum of Dublin.

Eine Sache, die du wissen solltest: Die Tore werden bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen, und die Dunkelheit kommt in Dublin im Winter früh – um die Wintersonnenwende kann die Schließung bereits gegen 16 Uhr erfolgen. Behalte also das Licht im Auge, wenn du auf der anderen Seite des Sees unterwegs bist.