Ein Surfer im Neoprenanzug trägt ein Surfbrett über einen Sandstrand in Richtung der Wellen des Ozeans.
Ein Surfer geht an einem teils bewölkten Tag am Strand von Ballyheigue auf die Wellen des Ozeans zu. Courtesy Sharon Houlihan, Failte Ireland

Banna Strand – Casements Landung 1916

📍 Banna Strand, Kerry

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Rettungsschwimmer: täglich, Juni–August
🎟️ Eintritt
Kostenlos

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2026

Überblick

Der Banna Strand (irisch: Trá na Beannaí) zieht sich rund 12 km an der Ballyheigue Bay im Norden von County Kerry entlang, etwa 13 km nordwestlich von Tralee. Es ist ein weiter Atlantikstrand, hinter dem sich stellenweise bis zu 12 Meter hohe Dünen auftürmen, und für seine Wasserqualität bekommt er die meisten Jahre eine Blue Flag. Das – und die 20 Minuten Fahrt aus der Stadt – macht ihn zu Tralees Hausstrand, was zugleich heißt: Am ersten schönen Samstag des Sommers ist er voll. Komm früh oder geh vom Parkplatz aus nach Süden, dann hast du den Sand noch für dich allein.

Das gesamte Dünensystem ist ein Special Area of Conservation und schützt den Wandersand, seine Küstenpflanzen und die Carrahane-Lagune am Südende, wo durchziehende Wasservögel rasten. An klaren Tagen reicht der Blick über die Tralee Bay bis zur Dingle-Halbinsel und zum Mount Brandon.

Die Landung von Casement & Geschichte

Der Strand trägt echtes historisches Gewicht als Landungsort von Roger Casement. Am Morgen des Karfreitags, dem 21. April 1916, ging Casement zusammen mit Robert Monteith und einem dritten Mann, Daniel Julian Bailey, aus einem deutschen U-Boot an Land, um Waffen für den Osteraufstand anzulanden. Fast sofort wurden sie von der örtlichen Polizei und der Royal Irish Constabulary aufgegriffen.

Ein Steindenkmal, 1966 zum 50. Jahrestag errichtet, steht rund 500 Meter südlich des Hauptparkplatzes. Es nennt Casement und Monteith, lässt den dritten Mann jedoch aus: Nach seiner Festnahme wurde Bailey zum Kronzeugen, und das Komitee von 1966 entschied, seinen Namen vom Denkmal fernzuhalten. Florrie Monteith, Roberts Tochter, stach dafür den ersten Spaten und schrieb später eine Biografie, The Mystery Man of Banna Strand. Es ist ein stiller Ort zum Innehalten, den kurzen Weg vom Parkplatz hinunter wert.

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Sehen & Erleben

  • Surfen & Wassersport: Der beständige Atlantikschwell und der sandige Meeresboden machen Banna zu einem verlässlichen Surfspot. Anfänger können Stunden bei Kingdom Waves buchen, einer örtlichen Surfschule mit über fünfzehn Jahren Erfahrung, während Geübte die langen, rollenden Wellen nehmen. Stetige auflandige Winde locken in den wärmeren Monaten auch Kitesurfer an.
  • Schwimmen & Familientage: Von Juni bis August ist täglich ein hauptamtlicher Rettungsschwimmerdienst im Einsatz, mit ausgewiesenen sicheren Schwimmzonen. Das ruhigere Wasser und der weite Sand eignen sich gut zum Planschen und Sandburgenbauen.
  • Dünenwanderungen & Tierwelt: Über die ganze Länge des Strandes ergeben sich immer neue Ausblicke über die Bucht. Bei Ebbe öffnet sich der Sand zu einer weiten Fläche für lange Streifzüge. Am Südende bei der Carrahane-Lagune gibt es Zugvögel, Küstenvögel und ab und zu eine Robbe auf den Sandbänken.
  • Brandungsangeln: Der gesamte Abschnitt ist bei Anglern beliebt, die es auf Plattfische und Wolfsbarsch abgesehen haben. Das Angeln am Ufer ist erlaubt, doch halte dich an die SAC-Grenzen und störe keine Brutplätze in den Dünen.
  • Café-Stopp: Das Salty Souls Café arbeitet aus einem Retro-Wohnwagen auf dem Parkplatz heraus und bietet Kaffee, Gebäck und herzhaftes, vegan-freundliches Essen wie Chili-Bowls und Tacos.

Praktische Informationen

Anreise & Parken

Der Banna Strand ist von der R551 Richtung Ballyheigue ausgeschildert, rund 20 Fahrminuten von Tralee entfernt. Der Hauptparkplatz fasst etwa 100 Fahrzeuge und ist ganzjährig kostenlos, mit Behindertenparkplätzen nahe der Einfahrt und Holzrampen hinunter auf den Sand. Ohne Auto wird es kniffliger: Die TFI-Local-Link-Linie 274 (Tarbert–Tralee) hält an Banna Cross, von wo aus rund 1,5 km Fußweg bis zum Strandparkplatz bleiben.

Ausstattung & Barrierefreiheit

  • Toiletten & Duschen: Saubere Toiletten und Außenduschen nahe dem Parkplatz.
  • Barrierefreiheit: Parkplatz und Strandzugang sind dank der Rampen rollstuhlgerecht; die Dünen selbst sind natürlicher, unebener Untergrund und weder für Rollstühle noch für Kinderwagen geeignet.
  • Surfschule: Kingdom Waves verleiht Ausrüstung und gibt über die Saison hinweg Kurse.

Sicherheit & Regeln

Die atlantischen Gezeiten wechseln hier schnell, und die Strömungen können stärker sein, als sie aussehen. Schwimm im Sommer innerhalb der beflaggten Rettungsschwimmerzonen und prüfe die Gezeitenzeiten, bevor du bei Niedrigwasser weit den Strand hinunterläufst. Hunde sind ganzjährig willkommen, doch in den Hauptbadenmonaten lohnt sich ein Blick auf die saisonalen Anordnungen des County Councils. Für Parken, Dünen oder Denkmal fallen keine Gebühren an.

Wenn der Wind auffrischt – und an dieser Küste tut er das oft –, gibt es im Salty-Souls-Wohnwagen auf dem Parkplatz Kaffee und warmes Essen, das die Kälte etwas erträglicher macht.