Barnane – eine Folly unterhalb des Devil's Bit

📍 Southern slope of Devil's Bit mountain, Tipperary

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
🅿️ Parken
Begrenzte informelle Parkmöglichkeiten; kein eigener Besucherparkplatz.

Zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2026

Barnane ist ein townland (eine kleine Gemarkung) am Südhang des Devil’s Bit, in der Baronie Ikerrin, County Tipperary, und das meiste, was Besucher hierherzog, ist verschwunden. Das Landhaus der Familie Carden wurde um 1920 aufgegeben und abgerissen; übrig sind ein ummauerter Garten, eine zinnenbewehrte Folly und verstreute Grundmauern auf offenem Weideland. Für sich genommen würde es dich nicht lange aufhalten. Es lohnt den Stopp, weil der Hügel darüber – der Devil’s Bit selbst, mit seiner berühmten Lücke und einer schönen Rundwanderung – zu den besseren kurzen Anstiegen im mittleren Tipperary gehört, und die Ruinen sind ein ruhiger Aufwärmer.

Die R501 führt durch das townland und verbindet Borrisoleigh und Templemore.

Das Anwesen und die Legende

Der Name kommt vom Irischen An Bearnán, „die Lücke“, und von der Geschichte dahinter: Der heilige Patrick jagte den Teufel durch Irland, der Teufel biss auf der Flucht ein Stück aus dem Berg, und der weggeworfene „Bissen“ landete im Süden als Rock of Cashel. Die ausführliche Version und die Wanderrouten findest du auf der Seite zum Devil’s Bit.

Die Cardens waren bedeutende Grundbesitzer in Ikerrin und bauten im 19. Jahrhundert das Anwesen um eine ältere Burgstelle aus, die hier seit den 1600er-Jahren verzeichnet ist. Seine Blütezeit erreichte es etwa zwischen 1840 und 1880. Finanzieller Druck und eine sich wandelnde Welt holten es ein, und Andrew Carden gab das Haupthaus um 1920 auf; kurz darauf wurde es abgerissen. Dieselbe Familie errichtete um 1860 Carden’s Folly, einen Rundturm, oben auf dem Devil’s Bit.

Die Ruinen und das Gelände

Das Gelände von Barnane House ist offenes Land, erreichbar über einen kurzen Fußweg. Der ummauerte Garten wurde um 1860 angelegt: Die Außenmauer besteht aus grob behauenem, schichtweise gesetztem Kalkstein, die Innenseite aus rotem Backstein – die wärmere Ziegelfläche speicherte die Wärme für Obstbäume, ein üblicher viktorianischer Trick. Ein elliptischer Kalksteinbogen mit behauenen Keilsteinen und einem schmiedeeisernen Tor markiert den Eingang. Der Garten trägt eine regionale Denkmalliste für seine Architektur.

An der Südwestecke steht eine dreigeschossige, zweiachsige Scheinburg-Folly, um 1860 von John Carden erbaut – zinnenbewehrte Brüstungen, Giebel, blinde Schießscharten und ein Kalksteinkamin, das ganze viktorianische Mittelalter-Revival-Sortiment. An ruhigen Tagen ist sie stabil genug, um sie für einen bescheidenen Blick über das Weideland zu besteigen; bei starkem Wind oder Regen lass es lieber.

Wer sich für die weiteren Besitztümer der Familie Carden interessiert, findet im nahe gelegenen Carden Demesne weitere historische Bauwerke und Follies, die einen Besuch wert sind.

Advertisement

Wanderungen und lokales Leben

Der Devil’s Bit Loop, eine 3,7 km lange Runde, steigt von hier aus zur Lücke und zum Kreuz darüber auf; sanftere Graswege weiter unten eignen sich für Familien, und die steilere Linie führt zu den Aussichtspunkten und alten Steinhügeln. Die Silhouette des Bergs lässt sich am besten am späten Nachmittag fotografieren. Wanderkarten und Schwierigkeitsgrade findest du auf der Seite zum Devil’s Bit.

In Barnane gibt es seit 1846 eine National School – damals wurden sogar zwei gegründet –, auch wenn das heutige Gebäude aus dem Jahr 1958 stammt. Die Kirche und der Friedhof in der Nähe sind ein ruhiger Ort, und die umliegenden Felder ziehen Vogelbeobachter und den einen oder anderen Picknickgast an.

Praktische Informationen

  • Anreise und Parken – Nimm die R501 zwischen Borrisoleigh und Templemore und folge den Schildern zum Devil’s Bit. Die Parkmöglichkeiten sind begrenzt und informell; es gibt keinen eigenen Besucherparkplatz, also erwarte keine Einrichtungen am Ort.
  • Ausstattung – Keine vor Ort: kein Zentrum, kein Café, keine Toiletten. Bring Wasser, Snacks und festes Schuhwerk mit; die nächsten Geschäfte und Toiletten findest du in Borrisoleigh und Templemore.
  • Öffnungszeiten – Offenes Gelände, ganzjährig, bei Tageslicht.
  • Sicherheit und Wetter – Der Devil’s Bit schlägt schnell um, sogar im Sommer. Pack eine winddichte Schicht ein, prüf die Wettervorhersage und sag jemandem, wohin du gehst. Verzichte bei starkem Wind oder Regen auf den Aufstieg zur Folly.
  • Stopps in der Nähe – Der Rock of Cashel ist etwa 40 Autominuten im Süden, dahinter liegen Cahir Castle und die Swiss Cottage.

Behandle Barnane als untere Hälfte eines Ausflugs zum Devil’s Bit und nicht als Ziel für sich: Geh zuerst durch den Garten und zur Folly, dann forderst du die Beine auf der Runde darüber, solange das Morgenlicht hält.