Überblick
Der Emy Lough schafft etwas, was die meisten Seen in Monaghan nicht können: Er hat einen richtigen Sandstrand, mit einem Holzsteg hinunter zu dunklem, sanft abfallendem Sand. Der See versorgt außerdem die lokale Bevölkerung mit Trinkwasser – daher gelten hier strenge Regeln: keine privaten Boote, keine Außenbordmotoren – und das ist auch ein Grund, warum das Wasser sauber genug zum Schwimmen bleibt. Der 136 Acre (55 Hektar) große See liegt direkt vor den Toren von Emyvale im Norden der Grafschaft, nur eine kurze Abzweigung von der N2 zwischen Dublin und Derry entfernt, umrahmt von baumgesäumten Ufern und den drumlins der Region. Eintritt und Parken sind kostenlos.
Der 4 km lange Uferweg
Das beliebteste Angebot für alle, die weder schwimmen noch angeln wollen, ist der 4 km lange Rundweg, der direkt am Hauptparkplatz beginnt. Die Route wechselt zwischen ruhigen Nebenstraßen und einem gepflasterten Uferpfad und dauert in entspanntem Tempo zwischen 1 und 1,5 Stunden. In regelmäßigen Abständen laden Bänke zum Verweilen ein und bieten Aussichtspunkte über das Wasser und die umliegenden Felder. Der Weg ist flach, barrierefrei und für jedes Fitnesslevel geeignet, was ihn zu einer festen Größe für Familien, Jogger und Hundebesitzer macht. Eine detaillierte Wanderkarte steht auf der Website von Monaghan Tourism zum Download bereit.
Kann man im Emy Lough schwimmen?
Ja. Am südwestlichen Ufer führt ein kurzer Holzsteg hinunter zu einer ausgewiesenen Badezone, die den Emy Lough zu den wenigen irischen Seen mit einem offiziell markierten Badebereich macht (siehe Schwimmen in Irlands Seen). Der Strand besteht aus dunklem, weichem Sand, der sanft ins Wasser abfällt und Kindern einen sicheren und gut kontrollierbaren Einstieg bietet. Eine kleine Kinderrutsche und ein paar Bänke verleihen dem Bereich eine entspannte, spielplatzartige Atmosphäre. Wie bei jedem Binnensee kann die Wasserklarheit saisonal schwanken, und ein Schild am Parkplatz weist auf das gelegentliche Vorkommen von Algen hin. Es ist ratsam, das Wasser vor dem Schwimmen visuell zu prüfen; am angenehmsten ist der Strand von Ende Mai bis August, wenn Luft- und Wassertemperaturen ihren Höhepunkt erreichen.
Angeln: Forelle & Hecht
Der Emy Lough wird in erster Linie als Forellensee vom Emy and District Angling Club bewirtschaftet, der den See jährlich besetzt. Der See beherbergt einen gesunden Bestand an Bachforellen, mit typischen Fängen zwischen 1 lb und 2 lb und gelegentlichen Trophäenfischen von 5–8 lb. Der See erlebt saisonale Schlupfphasen von Eintagsfliegen, Oliven, Köcherfliegen und Mücken, was solide Möglichkeiten sowohl für Trockenfliegen- als auch für Nassfliegen-Techniken bietet.
Das Angeln ist streng genehmigungspflichtig und saisonal aufgeteilt:
- Forellensaison: 1. März – 30. September
- Hechtsaison: 1. Oktober – 28. Februar (während der Forellensaison ist das See zum Hechtangeln geschlossen)
Tageskarten kosten 35 € für einen einzelnen Angler oder 60 € für zwei Angler. Das Angeln ist ausschließlich von den vom Verein gestellten Ruderbooten aus erlaubt; private Boote und Außenbordmotoren sind verboten. Das Angeln vom Ufer ist für Forellen entlang des Stegs gestattet, für Hechte jedoch nicht. Diese strengen Vorschriften existieren, weil der Emy Lough die lokalen Gemeinden mit Trinkwasser versorgt, und das Verbot motorisierter Boote trägt zum Schutz der Wasserqualität und der Schilfbestände bei, die die heimische Vogelwelt unterstützen. Genehmigungen und Bootsverleih werden direkt über Paul Gormley unter den oben aufgeführten Kontaktnummern abgewickelt.
Geschichte & Naturschutz
Der Name des Sees und seine frühe Entwicklung sind mit der Emy Mill verbunden, einer Flachsverarbeitungsmühle, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert die Wasserkraft des Sees zum Antrieb ihrer Maschinen nutzte. Die Mühle selbst ist längst verschwunden, doch der Name ist geblieben, und der See hat sich von einer industriellen Wasserquelle zu einem kommunalen Naturschutzgut gewandelt.
Da der Lough die lokale Trinkwasserversorgung speist, wird dem Umweltschutz große Bedeutung beigemessen. Das Verbot privater Boote, Außenbordmotoren und des Uferangelns auf Hechte minimiert Sedimentstörungen und Verschmutzungsrisiken. Das lokale Engagement ist aktiv: Die Donagh Development Association und regelmäßige Nutzer des Sees haben Spendenwanderungen und Veranstaltungen organisiert, um Unterhaltskosten, Versicherungen und Verbesserungen der Anlagen zu decken und so sicherzustellen, dass der Ort für künftige Besucher gut gepflegt bleibt.
Praktische Informationen
- Eintritt & Parken: Kostenloser Eintritt. Ein großer, unbewachter Parkplatz befindet sich direkt gegenüber dem Picknick- und Spielbereich.
- Ausstattung: Toiletten, Picknicktische, ein moderner Kinderspielplatz und eine Informationstafel mit Angelregeln und Sicherheitshinweisen.
- Öffnungszeiten: Ganzjährig geöffnet. Die Badeanlagen sind im Sommer am angenehmsten; der Wanderweg und die Picknickbereiche sind zu jeder Jahreszeit zugänglich.
- Anreise: Von Dublin aus auf der N2 nach Norden fahren. Kurz vor Emyvale auf das rechts abbiegende Schild für Emy Lough achten. Nach etwa zwei Kilometern markiert ein Linksabbieger-Schild die Zufahrt zum See und zum Parkplatz.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Die Busse von TFI Local Link Cavan Monaghan halten in Emyvale (etwa 5 km entfernt). Von dort ist ein lokales Taxi für die kurze Fahrt zum See nötig.
Sehenswürdigkeiten in der Nähe
- Castleblayney – Eine Stadt am See mit Marina, Golfplatz und einer Auswahl an Cafés; etwa 25–30 Autominuten entfernt.
- Dartrey Forest – Ein von Coillte verwalteter Wald mit längeren Wanderwegen, einem historischen Mausoleum und Picknickplätzen auf offenen Lichtungen.
- Glaslough – Ein ruhiges Dorf, bekannt für seine Boutiquen und die Nähe zum Anwesen Castle Leslie.
- Ballybay – Eine Stadt am Ufer des Dromore River mit historischem Markthaus und mehreren Flusswanderwegen.
Der Emy Lough eignet sich am besten als Halbtagesausflug oder als willkommene Pause auf einer längeren Autoreise. Im Sommer früh anreisen, um einen Parkplatz in Strandnähe zu ergattern, ein Handtuch für den Holzsteg mitbringen und vor einem Angelausflug den Wetterbericht prüfen – das exponierte Ufer kann windig werden. Für Genehmigungen oder Bootsverleih am besten vorab direkt beim Angelverein anfragen, um die Verfügbarkeit zu bestätigen.