Überblick
Portavogie (irisch: Port a’ Bhogaigh) ist ein arbeitendes Fischerdorf am östlichen Rand der Ards-Halbinsel und die östlichste Siedlung Irlands. Bei der Volkszählung 2011 hatte der Ort 2.122 Einwohner. Das hier ist ein echter Fischereihafen, keine Touristenmarina – die Boote fahren aus und der Fang kommt rein – und genau das, plus eine Reihe von Wandbildern zur Fischereigeschichte, gibt es zu sehen. Komm wegen des Hafens, nicht wegen der Annehmlichkeiten: Das Dorf hat kaum Cafés und es gibt kein Tourismusbüro.
Worauf du deinen Besuch abstimmen solltest, ist die Rückkehr der Boote am späten Nachmittag, wenn der Hafen am belebtesten ist.
Der arbeitende Hafen
Der moderne Hafen wurde in den 1980er-Jahren neu gebaut und 1985 von Prinzessin Anne offiziell eröffnet. Er ist in jeder Hinsicht das Zentrum des Dorfes: Die örtliche Flotte fischt auf Krabben und Hering und landet fast täglich an, und du kannst entlang der Kais gehen und den Booten beim Löschen zusehen. Innere und äußere Becken bieten geschützte Liegeplätze, während der kommerzielle Betrieb weiterläuft. Es ist eine der wenigen größeren Fischereiflotten, die an dieser Küste übrig geblieben sind – und genau das macht den Reiz aus.
Die Wandbilder
Drei große Wandbilder an der Außenwand der Portavogie Primary School erzählen in kräftigen Farben die Seefahrtsvergangenheit des Dorfes. Sie wurden 2001 von Ards Arts in Auftrag gegeben und von den Künstlern Gary Drostle und Rob Turner gemalt – und sie sind der Grund, warum das Dorf auf Fotos auftaucht.
Ein wenig Geschichte
Die erste Siedlung hier entstand um 1555 am Stable Hole, direkt nördlich des heutigen Dorfes, und das Land wurde 1606 Teil des Anwesens von James Hamilton. Die Menschen, die das Dorf geprägt haben, waren Ulster-Schotten – presbyterianische Covenanters aus Schottland, die vor religiöser Verfolgung flohen, die ersten von ihnen als die Boyds of Kilmarnock überliefert. Dieses Ulster-schottische Erbe zeigt sich noch heute in der lokalen Sprache und in Ortsnamen.
Burr Point und Umgebung
Ein kurzer Spaziergang oder eine kurze Fahrt nach Süden bringt dich zu Burr Point, der östlichsten Spitze der Insel Irland, markiert durch eine Skulptur von Ned Jackson Smyth. Weiter entlang der Halbinsel liegen die Ruinen von Grey Abbey, der weite Sandstrand von Ballywalter Beach und das kleine Dorf Kearney in Richtung der Landspitze.
Praktische Informationen
Anreise: Portavogie liegt an der Küstenstraße A2, etwa 13 km östlich von Newtownards und 20 km von Bangor, mit Busverbindungen an Werktagen nach Newtownards. Die nächstgelegenen Flughäfen sind George Best Belfast City (etwa 20 km) und Belfast International (etwa 33 km).
Parken und Einrichtungen: Es gibt kostenlose Parkplätze rund um die Hafenfront und auf nahe gelegenen öffentlichen Parkplätzen. Das Portavogie Community Centre – eröffnet, wie der Hafen, von Prinzessin Anne, 1999 – ist kostenlos nutzbar und hat einen eigenen Parkplatz; es ist Mo.–Sa. 8:30–22:30 Uhr und So. 9:00–21:00 Uhr geöffnet.
Plane deinen Besuch für den späten Nachmittag, wenn die Flotte zurückkommt. Dann lohnt sich die Fahrt zum Hafen.