Slieveardagh Hills

📍 Renaghmore, Tipperary

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Mo.–Fr. 09:00–17:00 Uhr
🅿️ Parken
Ebenen Parkplatz am Derryvella Lake, ab der R689 ausgeschildert; rollstuhlgerechte Angelbuchten.

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Das Kohlerevier

Das Kohlerevier von Slieveardagh erstreckt sich über rund 11 km Länge und 5 km Breite, und seine beiden Anthrazitflöze sind kaum 45 bis 60 cm mächtig – so dünn, dass der Abbau immer mehr Sturheit als Glück erforderte. Diese Sturheit hielt lange an. Bis zum frühen 19. Jahrhundert betrieben rund 35 Zechen etwa 1.000 Männer auf diesen Hügeln, und ein Parlamentsgesetz von 1824 übertrug große Teile des Reviers der Mining Company of Ireland, die das Dorf Mardyke Village errichtete – gemeinhin als Irlands erste eigens gebaute Bergbausiedlung angesehen.

Die letzten Kapitel waren kurz. Das staatliche Unternehmen Mianraí Teoranta übernahm 1941 mehrere Gruben; Tommy O’Briens Ballingarry Collieries wurde in den 1950er- und 60er-Jahren der größte lokale Arbeitgeber; und Emerald Resources unternahm 1989 den letzten Versuch einer kommerziellen Förderung, der etwa zwei Jahre dauerte, bevor die Industrie endgültig schloss. Was übrig ist, verstreut sich über die Landschaft – alte Trassen, steinerne Maschinenhäuser, verschlossene Schächte.

Der Mining Remembered-Rundweg und die virtuelle Tour verbinden diese Überreste miteinander, von ehemaligen Zechengeländen über die Brikettsfabrik aus dem 19. Jahrhundert (heute eine Kunststoffrecyclinganlage) bis zu den alten Torfwerken von Littleton. Eine Einschränkung, die man klar aussprechen sollte: Viele der Zechengelände liegen auf Privatgrund. Nutzt die Online-Karte zum Bergbauerbe und die virtuelle Tour, statt über Zäune zu klettern, und haltet euch von verschlossenen Schächten fern.

Der Spaziergang am Derryvella Lake

Wenn ihr eine Stunde und nur eine Wahl habt, dann nehmt den Ecological Loop Walk rund um den Derryvella Lake (Loch Dhoire Mheile). Slieveardagh Rural Development hat ihn zusammen mit Bord na Móna auf ehemaligem Torfabbaugebiet angelegt: ein kurzer Uferweg für eine gemütliche Runde und eine längere Schleife, die durch regenerierendes Moor hinausführt. Der See ist sauber genug für Steinkrebse, die verschmutztes Wasser nicht vertragen – ihre Anwesenheit ist also ein gutes Zeichen für sich genommen.

Im Winter ist die Vogelwelt der Grund zu kommen. Singschwäne, Krickenten, Stockenten, Spießenten und Wildgänse nutzen das Gewässer, Kiebitze und Wacholderdrosseln bearbeiten das umliegende Gelände. Wollgras, Ginster und wilde Orchideen kommen in den wärmeren Monaten durch. Haltet Hunde in der Brutzeit von März bis Juli an der Leine – hier nisten bodenbrütende Vögel, die ein freilaufender Hund auseinandertreibt.

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Heimatmuseum in Killenaule

Das Slieveardagh Heritage Centre in Killenaule öffnete 1995 in der ehemaligen St Mary’s Church of Ireland, einem dreiachsigen Gebäude, das zwischen 1838 und 1840 an der Stelle einer mittelalterlichen Kirche errichtet wurde. Der Eintritt ist frei. Im Inneren findet ihr Ausstellungen zur Bergbauära und eine Präsentation zum Schatz von Derrynaflan – der Kelch und die Patene aus dem 8. Jahrhundert, die 1980 in einem nahen Moor gefunden wurden – sowie die örtliche Bibliothek und Internetzugang.

Ein ehrlicher Hinweis: Die Öffnungszeiten des Zentrums sind nirgendwo zuverlässig online veröffentlicht, und der Ort hat gelernt, vorher anzurufen. Die Nummer auf der Website der Gemeinde ist eure beste Option, bevor ihr eine Extratour macht.

Anreise und Fortbewegung

Die Hügel sind Autoland. Von Kilkenny nehmt ihr die R689 etwa 20 km nordwestlich Richtung Renaghmore; von Tipperary Town die N76 nach Osten und dann die R689. Der Hauptparkplatz liegt am Derryvella Lake, ab der R689 ausgeschildert – ein ebener Parkplatz mit Picknicktischen und rollstuhlgerechten Angelbuchten sowie ein flacher Uferweg, der sich für Kinderwagen oder eingeschränkte Mobilität eignet. Die weiteren Wege sind fester Boden oder Schotter und werden nach Regen matschig, also bringt Stiefel und Regenjacke mit; es gibt nirgendwo auf den Hügeln auch nur eine Tasse Tee zu kaufen.

Die nächsten Bahnhöfe sind Thurles (etwa 45 km) und Kilkenny (etwa 30 km), mit begrenzten Busverbindungen nach Killenaule.

Für einen echten Grund zum Umweg steht das Famine Warhouse 1848 3,5 km südlich, wo der Aufstand der Young Irelander jenes Jahres in einer Geiselnahme am Bauernhaus um den Kohlgarten der Witwe McCormack versandete – ein kleines Gebäude, das ein großes Stück irischer Geschichte trägt.