Zwei Radfahrer fahren eine befestigte Straße hinunter, im Hintergrund Grasflächen und ein blauer Stausee.
Zwei Radfahrer fahren auf einem befestigten Weg am Spelga Reservoir in den Mourne Mountains entlang. Tourism Ireland by Richard Watson

Spelga Reservoir – Staudamm und Gravitationshügel

📍 Down

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet
🎟️ Eintritt
Eintritt frei; Parken 4,50 £
🅿️ Parken
4,50 £; Hauptparkplatz am nördlichen Ende mit 33 Stellplätzen und zwei barrierefreien Plätzen; kleinerer Deer Mountain Parkplatz auf der Südseite.

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Überblick

Wegen des Wassers kommt hier eigentlich kaum jemand. Der Grund, warum die meisten am Spelga anhalten, ist das Straßenstück direkt südlich des Damms: Wer den Gang herausnimmt und die Handbremse löst, scheint entgegen der Schwerkraft bergauf zu rollen. Das – und die Aussicht.

Der Spelga Reservoir liegt auf über 370 m in den Mourne Mountains im County Down, in einem Hochtal namens Deers Meadow. Er wurde zwischen 1953 und 1957 von der Belfaster Baufirma R Ferguson and Son errichtet, die den Fluss Bann aufstaute, um Portadown und Banbridge mit Trinkwasser zu versorgen. Vom Hauptparkplatz am nördlichen Ende liegt der Stausee flach unterhalb der Gipfel – ein unkomplizierter Ort, um anzuhalten, die Aussicht aufzunehmen und weiterzufahren, oder als Ausgangspunkt für eine Wanderung in die hohen Mournes zu dienen. Die gesamte Gegend ist ein Area of Outstanding Natural Beauty.

Der Gravitationshügel

Südlich des Damms liegt die optische Täuschung, die die Einheimischen den Zauberhügel nennen. Die Geländeformation rund um die Straße täuscht das Auge darüber, was eben ist, sodass ein sanftes Gefälle wie eine Steigung wirkt. Wer den Gang herausnimmt und die Bremse löst, scheint das Auto entgegen der erwarteten Richtung kriechen zu sehen. Es ist eine schnelle, kostenlose Abwechslung und der Grund, warum viele Familien überhaupt herkommen. Wer Schottlands Electric Brae kennt, kennt den Trick – hier ist er ruhiger und mit besserer Kulisse.

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Wandern und Erkunden

Zwei Wanderungen starten am Stausee. Die Uferroute ist die einfache: flach und offen, etwa 2 bis 3 km, rund 45 Minuten bis eine Stunde, und die richtige Wahl, wenn man nur zwanzig Minuten und eine Thermoskanne dabeihat. Die Spelga Dam-Schleife ist ein anderes Kaliber: ein anstrengender Rundweg, der nahe gelegene Gipfel wie den Cock Mountain erklimmt, bevor es zurück ins Tal geht. Starten kann man entweder am Nordparkplatz oder am kleineren Deer Mountain Parkplatz auf der Südseite.

Es gibt hier auch eine Fischerei. Der Spelga ist ein Wildforellengewässer, geöffnet vom 1. März bis 31. Oktober, befischt mit Fliege, Spinner oder Wurm; man braucht eine DAERA-Angelkarte und eine Erlaubnis, Boote sind nicht erlaubt. In langen Trockenperioden sinkt der Wasserstand so weit, dass die ursprüngliche viktorianische Straße und Brücke zum Vorschein kommen, die beim Füllen des Stausees überflutet wurden – zuletzt geschah das 2018 und 2020, und wenn es so weit ist, wird die alte Fahrbahn kurzzeitig zu einem begehbaren Pfad über den Talboden.

Anreise und praktische Infos

Der Eintritt ist frei, das Parken kostet jedoch 4,50 £. Der Parkplatz auf der Nordseite ist der richtige: 33 Stellplätze, zwei barrierefreie Plätze, Toiletten (eine barrierefrei), Picknicktische und Bänke. Der Deer Mountain Parkplatz auf der Südseite ist kleiner und hat weniger Ausstattung, ist aber an einem vollen Sommertag meist ruhiger.

Mit dem Auto: Von Newcastle aus der A2 nach Süden folgen und auf die B27 Kilkeel Road abbiegen, die am Fofanny Dam vorbei zum Stausee hinaufführt; es sind etwa 10 Meilen von Newcastle. Die Fahrt selbst ist schon der landschaftliche Höhepunkt. Von Belfast nimmt man die M1 und A1 nach Newry, dann die B8 Richtung Hilltown und auf die B27 für den letzten Anstieg.

Öffentliche Verkehrsmittel: Es gibt keinen regelmäßigen Busverkehr. Der saisonale Mourne Rambler hält hier nur im Juli und August, außerhalb dieser beiden Monate braucht man also ein Auto.

Tipps für Besucher:

  • Im Sommer steht oft ein Foodtruck hier, aber es gibt sonst keine Geschäfte oder Cafés – also außerhalb dieser Zeit Essen und Trinken mitbringen.
  • Feste Schuhe tragen. Die Tälerwege sind uneben und werden nach Regen zu Matsch, was hier häufig vorkommt.
  • Der Handyempfang im Tal ist lückenhaft; am besten vorher Offline-Karten herunterladen.
  • Hunde sind unter strenger Aufsicht willkommen, da das Gelände der Wasserversorgung und Beweidung dient.

Der Spelga funktioniert am besten als eine Station an einem größeren Tag in den Mournes, weniger als eigenständiges Ziel: Der Gravitationshügel und die Uferschleife dauern zusammen etwa eine Stunde, und vom Parkplatz aus ist man gut aufgestellt, um weiter zum Ben Crom zu ziehen oder hinunter an die Küste zu fahren. Wer nach zwei Regentagen hier ist, sollte vor der Abfahrt noch das Ufer ablaufen – am dramatischsten ist der Stausee, wenn er randvoll ist.