St John's Well – die Warzenheilung von Mushera

📍 Mushera Mountain, Cork

🏛️ Sehenswürdigkeit

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2026

Überblick

Zu St John’s Well kommen die Menschen, um ihre Warzen loszuwerden. Die Quelle liegt an den Nordhängen des Mushera über dem Tal von Millstreet im Norden von County Cork, und ihr irischer Name sagt, wofür sie bekannt ist: Tobar na bhFaithní, der Brunnen der Warzen. Pilger tauchen ihre Hände ins Wasser – für die Heilung gibt es ein kleineres Nebenbecken, damit die Hauptquelle sauber bleibt – oder nehmen sich eine Flasche mit nach Hause, und der alten Überlieferung nach verschwinden die Warzen und Knötchen im Gesicht. Ob man daran glaubt oder nicht: Dies ist die am leichtesten zugängliche von drei Quellen, die dem heiligen Johannes von Mushera geweiht sind, und die einzige, die du ohne anstrengenden Aufstieg erreichst.

Geschichte und Entwicklung

Die Verehrung wanderte den Hang hinab. Die Hauptquelle lag ursprünglich oben auf dem Mushera Mór, und die Pilger hatten eine mühsame Kletterei vor sich. Ende der 1940er-Jahre baute Robert Kelleher aus Ballinagree weiter unten am Hang eine Holzplattform, damit mehr Menschen am Pattern teilnehmen konnten; das Holz verrottete schließlich und wurde durch Beton ersetzt.

Ihre heutige Gestalt bekam die Anlage ab 1954, als Michael Buckley aus Aubane ein Bild des heiligen Johannes zur Quelle am Berghang hinauftrug. Bis 1958 hatte ein Komitee aus Einheimischen in freiwilliger Arbeit den festen zentralen Schrein errichtet, mit einer Statue des heiligen Johannes in rotem Gewand, die noch im selben Jahr von Kanonikus Costello aus Millstreet gesegnet wurde. Zwei kleinere Grotten flankieren ihn, eine mit dem ursprünglichen Bild, die andere mit einem kopflosen Prager Jesuskind neben einer Marienstatue. Die Kreuzwegstationen kamen sehr viel später. Finanziert wurden sie aus einem Vermächtnis von Sonny Buckley, der 1979 starb, und im Lauf der 1980er-Jahre aufgestellt – entworfen vom Corker Bildhauer Liam Cosgrave von Cosgrave & Sons und gebaut von den Freiwilligen John und Brendan Kelleher, aus Kalkstein aus Ballygiblin.

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Die Runden und die Heilung

Die Pilgerrunden, die „rounds“, sind hier schlicht genug: die Hände ins Wasser tauchen, dreimal um die Quelle gehen und dabei die Gebete sprechen. Kleine flache Steine mit eingeritzten Kreuzen liegen als Markierungen am Weg, und ein Kasten bei der Statue nimmt schriftliche Fürbitten auf.

Der Ruf der Quelle gründet auf dieser Warzenheilung. Die Menschen tauchen die Hände ein oder füllen eine Flasche für zu Hause, und für diesen Zweck ist das kleinere zweite Becken vorgesehen. Örtliche Sammlungen von Volkskunde halten die Überlieferung fest, und auch die eine oder andere Geschichte von einer Warze, die über Nacht verschwand, nachdem die Runden am Johannistag gegangen worden waren.

Der Johannistag

Wenn du nur ein einziges Mal kommst, dann am 24. Juni, dem Johannistag, kurz nach der Sommersonnenwende. Die Messe an der Grotte wird hier seit 1974 jedes Jahr gefeiert. Noch in lebendiger Erinnerung war der Tag ebenso sehr Jahrmarkt wie Andacht: Im townland Moulnahourna, wie die kleinste irische Flureinheit heißt, wurden Stände aufgebaut, die Süßigkeiten, Porter und Limonade verkauften, es gab Runden Hütchenspiel mit drei Karten, der Sänger Bill O’Dea und der weißbärtige „St Joseph“ Lucey unterhielten die Menge, und die Schwestern Han und Judy Murphy verkauften Quellwasser aus einem Kochtopf. Die Stände sind verschwunden. Die Messe, die Runden und der Andrang nicht, und meist stehen ihr Priester der Pfarrei Millstreet vor.

Volksglaube und ältere Wurzeln

Wie viele Heilige Quellen in Irland war wohl auch diese ursprünglich eine heidnische Quelle, die die Kirche später übernahm und segnete. Eine örtliche Legende verbindet den heiligen Johannes von Mushera mit drei Schwestern – Lasair, Ingean Bhuide und Latiaran –, deren Festtage auf alte keltische Jahreszeitenfeste fallen, und der 24. Juni liegt auf der alten Sommersonnenwende, zu der in ganz Irland in der Johannisnacht die Feuer brannten. Vor Ort bekommst du drei Schichten auf einmal: ältere Rituale, eine frühchristliche Weihe und einen Schrein, den ein Pfarrkomitee in den 1950er-Jahren gebaut hat.

Besuch und praktische Hinweise

  • Eintritt: Frei, ganzjährig geöffnet, ohne feste Zeiten.
  • Anfahrt und Parken: Am Fuß des Schreins liegen eine kleine Schotterbucht und ein Parkplatz. Von dort führt ein unbefestigter Weg von etwa fünf Minuten mit Stufen und unebenem Untergrund hinauf zur Quelle – nicht geeignet für Rollstühle oder Kinderwagen.
  • Ausstattung: Bänke, gestiftet von einheimischen Familien, und sonst kaum etwas. Toiletten und Trinkwasser gibt es vor Ort nicht.
  • Was du mitbringen solltest: Festes Schuhwerk und eine wiederverwendbare Flasche, falls du Wasser mitnehmen möchtest.
  • Verhalten vor Ort: Ein Freiwilligenkomitee kümmert sich um die Anlage. Bleib auf den markierten Wegen und lass die Votivsteine dort liegen, wo sie liegen.

In der Umgebung

Dies ist die am einfachsten erreichbare der drei Mushera-Quellen. Die ursprüngliche Gipfelquelle auf dem Mushera Mór ist schon für sich genommen eine Bergwanderung, und eine dritte liegt auf der Kilcorney-Seite des Bergs. Durch die umliegenden Boggeragh Mountains führen markierte Wege an wedge tombs, keilförmigen Megalithgräbern, und Menhiren vorbei, und in Millstreet, ein paar Meilen entfernt, findest du die nächsten Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten.

Wenn du deinen Besuch auf den 24. Juni legst, komm früh, denn der Parkplatz ist klein, und plan Zeit für die Runden vor der Messe ein.