Temple Cronan – geschnitzte Köpfe im Burren

📍 Carran, Clare

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig bei Tageslicht geöffnet.
🎟️ Eintritt
Kostenlos
🅿️ Parken
Kleine Parkbucht an der Straße für ein paar Autos; an schönen Wochenenden schnell voll.

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2026

Überblick

Die Wände von Temple Cronan sind mit einer Handvoll geschnitzter Steinköpfe besetzt – menschliche und tierische, manche zu einem finsteren Blick verwittert, ein oder zwei fast grinsend – die über einen Abschnitt des Burren blicken, an dem die meisten Menschen einfach vorbeifahren. Es ist ein kleines, dachloses Oratorium im townland Termon, in der Pfarrei Carran, erreichbar über einen kurzen Spaziergang über Kalksteinfelder ab der R480. Kein Tor, keine Eintrittskarte, niemand im Dienst. Wenn du nur zwanzig Minuten hast, geh zuerst um die Kirche herum, um die geschnitzten Kragsteinköpfe zu finden, und folge dann dem Pfad etwa 100 m nach Süden zur Heiligen Quelle.

Sei gewarnt, dass man es leicht übersieht. Die Abzweigung ist zwar ausgeschildert, aber dezent, der Parkplatz ist eine Parkbucht für ein paar Autos, und das letzte Stück führt über unebenes Gelände auf Trittsteinen – nichts für Rollstühle oder Kinderwagen und kein Ort, über den man zufällig stolpert.

Geschichte & Architektur

Temple Cronan könnte auf dem Gelände eines frühen christlichen Klosters stehen, das von einem heiligen Cronan gegründet wurde, wobei unklar ist, welcher Cronan gemeint ist – möglicherweise Cronan von Roscrea, möglicherweise Cronan Mochua – und das Gründungsdatum, 6. oder 7. Jahrhundert, ist Spekulation. Die massiven Kalksteinblöcke des Westportals deuten auf diese ältere Phase hin. Das Gebäude, das du heute siehst, ist jedoch später entstanden: Das erhaltene Oratorium stammt aus dem 12. und 15. Jahrhundert. Die romanischen Steinköpfe und das rundbogige Ostfenster gehören zur früheren dieser beiden Bauphasen; das spitze gotische Portal, das in die Nordwand geschnitten ist, stammt aus dem 15. Jahrhundert – ein Beleg dafür, dass die kleine Kirche noch Jahrhunderte nach ihrer Errichtung genutzt wurde.

Die ungewöhnlichsten Merkmale liegen direkt östlich der Kirche: zwei Giebel-Schreingräber, zeltförmige Kalksteinplatten, die vor Ort als „St Cronan’s Bed“ bekannt sind. Das südliche soll der Überlieferung nach das Grab des Heiligen enthalten. Schreine dieser Art sind selten und alt – vergleichbare Beispiele auf Illaunloughlan vor Kerry wurden auf das 8. Jahrhundert datiert – und sie deuten auf eine lange Pilgertradition an diesem Ort hin. Diese Tradition ist nicht ganz erloschen: Die Heilige Quelle unterhalb der Kirche zieht noch immer Besucher an, die Münzen auf den Steinen hinterlassen.

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Was es zu sehen und zu tun gibt

  • Die geschnitzten Köpfe: Umrunde das Oratorium langsam und schau nach oben. Die Kragsteine entlang der Mauerkronen tragen eine Mischung aus menschlichen und tierischen Gesichtern, von streng bis leicht komisch – ein seltener, ungeschützter Einblick in den Humor eines mittelalterlichen Steinmetzen.
  • Die Giebel-Schreine: Die beiden Kalkstein-„Betten“ im Osten sind die am ältesten wirkenden Bauwerke des Ortes. Der südliche Schrein wird der Überlieferung nach mit der Bestattung des heiligen Cronan in Verbindung gebracht; der Zweck des nördlichen ist unbekannt.
  • Tobar Chrónáin, die Heilige Quelle: Etwa 100 m südlich der Kirche, am Fuß einer niedrigen Klippe, fließt die Quelle noch immer. Eine Münze auf der Mauer zu hinterlassen, hält einen jahrhundertealten Brauch aufrecht.
  • Der Rundweg: Temple Cronan liegt am 5 km langen Temple Cronan Looped Walk, der in Carran beginnt und endet – eine gut machbare Runde über offenen, unebenen Kalkstein. Trag feste Schuhe; der Boden ist rau und wird nach Regen glitschig.

Praktische Informationen

  • Anreise: Von Ennis nimm die R476 bis zur R480 und folge den Schildern nach Carran; von Galway kommst du von Süden und nimmst die R480. Das Schild für den Ort ist leicht zu übersehen, also fahr langsamer, wenn du dich näherst.
  • Parken: Eine kleine Parkbucht an der Straße bietet Platz für ein paar Autos und füllt sich an schönen Wochenenden. Versuche, im Sommer vor Mittag anzukommen.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Es gibt keine direkte Verbindung. Der praktischste Weg ist ein Bus von Ennis nach Doolin und dann ein Taxi nach Carran (etwa 20 Minuten, ungefähr 20–30 €).
  • Öffnungszeiten & Eintritt: Ganzjährig bei Tageslicht geöffnet. Keine Tore, keine Tickets, kein Personal.
  • Ausstattung: Keine – keine Toiletten, kein Café, kein Besucherzentrum. Bring Wasser mit.
  • Barrierefreiheit: Der Zugang führt über Felder auf unebenem Kalkstein mit Trittsteinen; nicht für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet.
  • Hunde: Gut erzogene Hunde an der Leine sind willkommen. Halte sie von den empfindlichen Steinmauern und der Quelle fern.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe

  • Aillwee Cave and Birds of Prey Centre: Ein Höhlensystem und Greifvogelzentrum, etwa fünfzehn Autominuten nördlich.
  • Corcomroe Abbey: Eine gut erhaltene Zisterzienserabtei in ähnlich karger Kalksteinlandschaft, eine kurze Fahrt entfernt.
  • The Burren Perfumery: In der Nähe von Carran, Irlands älteste noch arbeitende Parfümerie, mit Café und Kräutergarten – eine gute Ergänzung zu einem Vormittag am Oratorium.

Komm bei tief stehender Sonne, morgens oder abends, wenn die Schatten schräg über die Schnitzereien fallen und den blassen Stein hervortreten lassen. Dann finde die Quelle, und du hast das Beste daraus gemacht.