Coolfin Castle

📍 Coolfin, Galway

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet, keine festen Öffnungszeiten
🎟️ Eintritt
Eintritt frei

Zuletzt aktualisiert: 26. Mai 2026

Eine kleine Ruine mit langem Gedächtnis

Coolfin Castle taucht in den historischen Aufzeichnungen kaum auf. Die früheste Erwähnung ist eine Untersuchung, die am 24. März 1608 in Galway abgehalten wurde und feststellte, dass Ulick, 3. Earl of Clanrickard, eine Reihe von Ländereien und Burgen besaß, darunter „the Castle of Coolfin“. Diese eine Zeile verrät uns, dass das Turmhaus damals bereits stand, und das erhaltene Mauerwerk deutet auf einen Bau im 16. Jahrhundert hin. Die lokale Überlieferung reicht weiter zurück und schreibt den Johannitern (Knights Hospitaller) die Errichtung um 1320 zu, als sie das nahe gelegene Kilnalahan Abbey von den Kartäusern übernahmen. Das Mauerwerk stützt dieses Datum nicht, aber die Geschichte hält sich hartnäckig.

Dies ist ein Stopp für alle, die bereits tief im Südosten Galways unterwegs sind, kein Ziel, für das man extra hinfährt. Es gibt keinen Parkplatz, keine Informationstafel, keinen angelegten Weg für Besucher – nur die Ruine eines Turmhauses in einem bewirtschafteten townland, dessen irischer Name Cúl Fionn „weißer Rücken“ bedeutet.

Die Ruine

Was steht, ist ein Fragment. Es gibt einen Durchbruch in der unteren Westmauer, und das ursprüngliche Bodenniveau ist unter Schutt begraben, sodass sich schwer sagen lässt, wie viele Stockwerke der Turm einst hatte. Kein Eingangsportal ist erhalten. Kurz gesagt: eine Ruine, die man eher liest als erkundet – das Interesse liegt darin zu wissen, dass sie hier still gestanden hat, schon vor der Flucht der Grafen (Flight of the Earls).

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Die Felder ringsum

Das townland birgt bessere Geschichten als die Steine. Ein Feld ist als Bloody Hill bekannt, wo Patrick Sarsfield 1691 auf seinem Marsch von Aughrim nach Limerick ein Gefecht geliefert haben soll. Eine nahe gelegene Gasse heißt Canada Road: Zur Zeit der Räumungen von Ballygowan gingen Familien, die von ihren Höfen vertrieben wurden, diesen Weg als erste Etappe der Reise, die sie nach Kanada führte. Griffith’s Valuation, die Mitte des 19. Jahrhunderts, listet die Menschen auf, die Coolfin damals bewirtschafteten – Patrick Moloney, die Burkes, die Fahys, die Donohoes, die Martins, John Moran – mit einem Gesamtwert des townland von £190 5s.

Praktische Informationen

Coolfin liegt in der Zivilgemeinde Ballinakill, etwa 2¾ Meilen (rund 4,4 km) nordöstlich von Woodford. Von Woodford folgt man den Nebenstraßen nach Nordosten; die Ruine steht auf privatem Ackerland, also sollte man vorher die Erlaubnis des Grundbesitzers einholen, um hinaufzugehen, und alle Tore hinter sich schließen. Es gibt keinen Eintrittspreis, keinerlei Einrichtungen, und der Boden ist uneben und steinig.

Das Dorf Woodford hat das nächste Postamt, einen Laden und ein paar Lokale zum Essen, eine kurze Fahrt zurück nach Südwesten. Die ausführlichere Darstellung der Burg und des townland hält die lokale Gruppe Abbey and District Heritage bereit, die sich zu lesen lohnt, bevor man hinfährt, denn vor Ort gibt es nichts, das die Geschichte erzählt.