Überblick
Magheroarty Pier ist der Ausgangspunkt am Festland für die Personenfähre nach Tory Island und einer der 39 offiziellen Discovery Points am Wild Atlantic Way an der Küste von Donegal. Er liegt unterhalb des Dorfes Magheroarty (Machaire Rabhartaigh) in der Gaeltacht, dem irischsprachigen Landesteil, ein paar Meilen Fahrt von Gortahork und Falcarragh entfernt, in einer Gegend, in der Irisch noch Alltagssprache ist. Zwei Gruppen teilen sich den Parkplatz: die Warteschlange für die Fähre und die Strandbesucher. Hinter der Hafenmauer erstreckt sich ein drei Kilometer langer Strand aus hellem, fast rosafarbenem Sand, überragt von einigen der größten Dünen des Landes.
Die Fähren
Zwei Boote legen vom Pier ab, und die Überfahrt nach Tory ist für die meisten der eigentliche Grund für den Besuch. Sie findet ganzjährig statt, dauert etwa 45 Minuten pro Strecke und wird mehrmals täglich angeboten. Das Boot nimmt nur Passagiere mit – keine Autos –, du reist also mit Handgepäck. Der Haken: Magheroarty Pier ist tidenabhängig, Abfahrten werden deshalb kurzfristig verschoben oder gestrichen. Ruf vor der Abfahrt beim Betreiber an oder nutze die Tory-Ferry-App, und sei rechtzeitig am Pier. Wenn du hier nur eine Sache machst, dann nimm das Boot nach Tory. Auf der Insel stehen ein Rundturm, es gibt eine lebendige Szene für traditionelle Musik und den wirklich ungewöhnlichen Brauch, im Einvernehmen der Inselbewohner einen „König“ zu bestimmen.
Ein zweiter Betrieb, die Boffin Ferry, übernimmt den kurzen Sprung nach Inishbofin Island – rund 10 Minuten Überfahrt, in der Saison mehrmals täglich.
Strand und Wassersport
Der Strand ist weitgehend unerschlossen, und genau das macht seinen Reiz aus. Ein natürliches Riff gleich links vom Pier sorgt ganzjährig für eine surfbare Welle, und der beständige Nordwestwind macht den Ort zu einem verlässlichen Spot fürs Kite- und Windsurfen; örtliche Lehrer geben in der Saison Kurse am Strand. Auch Kajakfahrer und Schwimmer sind hier unterwegs, allerdings ohne Rettungsschwimmer – bei starken Strömungen bist du also auf eigenes Risiko im Wasser. Die Dünen am Nordende bieten Familien eine ruhigere, geschütztere Ecke abseits der Bretter.
Ein Abstecher lohnt sich: Auf dem Rückweg vom Strand durch die Dünen kommst du an ein paar verlassenen Fischerbooten vorbei, halb versunken im Strandhafer – nach dem Strand selbst das meistfotografierte Motiv hier.
Wandern und Ausblicke
Vom Parkplatz zum Strand führt ein Weg am Fuß der Dünen entlang. Bei klarer Sicht füllt der Muckish Mountain den Horizont im Süden, im Norden liegt die Landzunge Bloody Foreland, und draußen auf See sind Tory und Inishbofin zu sehen. Am Ufer sind Seevögel unterwegs, und auf den Felsen liegen Kegelrobben oder treiben in der Dünung vor der Küste.
Ausstattung
- Parken: Direkt am Pier liegt ein großer kostenloser Parkplatz, auf dem auch Wohnmobile und Wohnwagen Platz finden. An Wochenenden im Juli und August ist er schnell voll, weil Strandbesucher und Fährgäste ihre Autos den ganzen Tag stehen lassen.
- Toiletten: Öffentliche Toiletten gibt es am Parkplatz, sie sind allerdings manchmal abgeschlossen; ein Wickeltisch ist vorhanden.
- Essen: In der Saison haben ein Café und die Surfschule Narosa nahe dem Pier geöffnet, außerdem gibt es eine Bar. Einkaufsmöglichkeiten sind begrenzt, bring also eigenes Essen und Trinken mit.
- Vor Ort: Bänke und ein Spielplatz beim Strandzugang. Keine Rettungsschwimmer am Strand.
- Barrierefreiheit: Pier und Parkplatz sind eben und befestigt und damit in der Regel gut zugänglich; der Strand selbst besteht aus weichem Sand und ist mit dem Rollstuhl kaum zu bewältigen.
Anfahrt
Der Pier liegt an der R257, rund 45 km nordwestlich von Letterkenny, und ist von der Hauptstraße gut ausgeschildert. Öffentliche Verkehrsmittel sind rar, komm also mit dem Auto, besonders wenn du den Strand mit einem Tag auf Tory verbindest. Ganz in der Nähe zieht sich mit Bloody Foreland im Norden eine spektakuläre Landzunge hin, während Gortahork und Falcarragh die Pubs, Läden und das gemächlichere Tempo der Gaeltacht bieten.
Der Pier ist tidenabhängig, das Einzige also, was du vor der Abfahrt von zu Hause prüfen solltest, ist die Fährverbindung – ruf den Betreiber an oder öffne die App, denn ein Fahrplan, der letzte Woche gepasst hat, kann heute hinfällig sein. Pack zu jeder Jahreszeit etwas Winddichtes ein: Derselbe Wind, der das Surfen gut macht, macht das Stehen am Pier kalt.
