Überblick
Roundstone wurde in den 1820er-Jahren vom schottischen Ingenieur Alexander Nimmo angelegt, und der geschützte Steinhafen, den er baute, ist bis heute das arbeitende Herz des Ortes – Trawler und traditionelle currachs teilen sich die Slipanlage, und hier werden an den meisten Tagen Hummer, Krabben und Makrelen angelandet. Das Dorf liegt an der Roundstone Bay, gegenüber der niedrigen grünen Insel Inishnee, in Connemara, etwa 77 km nordwestlich von Galway City. Dahinter erheben sich die Twelve Bens über dem Atlantik, und der Errisbeg-Hügel steht direkt im Rücken des Ortes.
Wenn du hier nur eines tust, dann geh die beiden Strände ein paar Kilometer westlich des Dorfes ab. Dog’s Bay und Gurteen werden regelmäßig zu den besten Stränden Irlands gezählt, und sie sind der Grund, warum die meisten Menschen herkommen.
Geschichte und Charakter
Der irische Name des Dorfes, Cloch na Rón, bedeutet „Felsen der Robben“, und die Fischerei ernährte den Ort jahrhundertelang, bevor der Tourismus kam. Nimmos Hafen mit seinem Steinturm und ummauertem Garten ist noch immer in Betrieb. 1835 wurde hier ein Franziskanerkloster errichtet; sein Glockenturm steht heute im Michael Killeen Park.
Das scharfe Küstenlicht und die weiten Himmel haben seit Generationen Künstler nach Roundstone gezogen – darunter der Maler Paul Henry –, und der Ort hat mehr als einmal als Kulisse für den Westen Irlands auf der Leinwand gedient, von Into the West (1992) bis Marley & Me (2008). Der Höhepunkt im Kalender ist die Roundstone Regatta jeden Juli, eine Woche mit currach- und Galway-Hooker-Rennen neben Pony- und Hundeschauen und der Tour de Bog-Radveranstaltung. Im Juli und August gibt es jeden Mittwoch ab 20:30 Uhr Traditional Irish Nights im Community Centre.
Die Strände
Dog’s Bay ist eine hufeisenförmige Bucht, deren Sand reinweiß ist, weil es sich gar nicht wirklich um Sand handelt – es ist zerkleinerte Muschelschale, über Jahrtausende abgeschliffene Foraminiferen. Daneben liegt die Gurteen Bay (auch Gorteen oder Port na Feadóige genannt), ein breiterer, leichter zugänglicher Strand mit Kiesparkplatz und klarem türkisfarbenem Wasser. Der Haken: Dog’s Bay hat sehr wenig Parkplätze, und im Juli und August ist sie früh voll – komm also morgens oder lauf von Gurteen aus hinüber. Die Dünen, die die beiden Strände verbinden, sind empfindlich; bleib deshalb auf den Wegen über sie hinweg.

Rund um das Dorf
Roundstone ist klein genug, um es in zehn Minuten zu durchqueren, und die Hafenfront ist der richtige Ausgangspunkt – schau den Booten bei der Arbeit zu und wirf dann einen Blick in die Kunsthandwerks- und Galeriestudios. Bei Roundstone Music and Crafts baut und demonstriert der Bodhrán-Macher Malachy Kearns die Trommeln und erklärt dir gerne das Handwerk. Cafés und Geschäfte drängen sich um die Hauptstraße.

Wandern und Wasser
Der naheliegende Spaziergang ist der Errisbeg, der Hügel im Rücken des Dorfes. Es ist ein rauer Aufstieg von ein paar Stunden vom Hafen aus durch Moor und Heide, und die Belohnung ist der weite Blick zurück über die Roundstone Bay, die Strände und die Bens. Für eine sanftere Alternative sind der Connemara National Park und die Diamond Hill-Runde etwa 45 Autominuten entfernt. Familiengeführte Bootsbetreiber bieten malerische Kreuzfahrten und längere Touren vom Hafen aus an; Catch-and-Cook-Ausflüge, bei denen du die Körbe einholst und das Ergebnis isst, sind im Sommer beliebt und sollten im Voraus gebucht werden.
Praktische Informationen
- Anreise: mit dem Auto über die N59 und R341, direkt am Wild Atlantic Way. Bus Éireann Route 421 fährt den Küstendienst zwischen Galway und Westport durch das Dorf.
- Parken: in der Nähe des Hafens im Dorf und ein größerer Kiesparkplatz an der Gurteen. Dog’s Bay hat nur wenige Plätze.
- Ausstattung: an den Stränden einfach – bring Wasser, Essen und Sonnenschutz mit.
- Beste Reisezeit: Spätfrühling bis Frühherbst für das mildeste Wetter und die längsten Tage; Juli für die Regatta und das vollste Dorf.
- Leave no trace: Die Dünen und Sandbänke werden leicht beschädigt. Bleib auf den Wegen und nimm deinen Abfall mit.
