Warum Anfänger hier starten
Bei Ebbe schließen Sandbänke den größten Teil der Rusheen Bay ab und hinterlassen eine weite Fläche flachen, ruhigen Wassers, während ein Südwestwind direkt darüber hinwegstreicht. Diese Kombination – Wasser, in dem man stehen kann, kein Seegang und eine gleichmäßige Seitenbrise – ist nahezu ideal für die erste Windsurfstunde, und genau deshalb ist die Bucht zur Heimat einiger der besten Slalom- und Freestylesegler Irlands geworden. Eine Reihe niedriger Drumlins schützt die Bucht vor dem offenen Atlantik, sodass die Wellen, die einen Anfänger vom Board holen würden, gar nicht erst entstehen.
Das Zentrum hier gilt allgemein als Irlands führende Windsurfschule, und das Versprechen ist kühn: Die meisten stehen innerhalb der ersten Stunde auf dem Board und segeln.

Anreise
Rusheen Bay liegt etwa 5 km westlich von Galway City an der Barna Road (der R336), direkt hinter Salthill und kurz vor dem Dorf Barna. Die Lagune öffnet sich am westlichen Ende der Galway Bay, neben dem Sandstrand von Silverstrand. Vom Stadtzentrum sind es zehn Minuten mit dem Auto oder eine längere Fahrt mit dem Fahrrad entlang der Küstenstraße. In der Nähe des Strandes gibt es Parkplätze.
Windsurfen, Kajaks und Paddleboards
Drei Aktivitäten laufen auf demselben Gewässer: Windsurfen, Kajakfahren und Stand-up-Paddleboarding. Boards, Kajaks und Neoprenanzüge sind im Preis inbegriffen, du brauchst also nur ein Handtuch und etwas Warmes für danach. Windsurfkurse für Anfänger starten bei etwa 30 €, Kajakverleih ab ungefähr 20 € für zwei Stunden – prüf aber vorher die aktuelle Preisliste, denn die Preise ändern sich von Jahr zu Jahr.
Weil das Wasser so flach ist, erwärmt es sich schneller als das offene Meer – daher wird die Bucht als wärmster Badeplatz im Westen angepriesen. Nimm das nicht allzu wörtlich. Es ist immer noch der Atlantik, und der Neoprenanzug verdient seinen Zweck auch im Juli.

Sommercamps für Kinder
Die einwöchigen Kindercamps sind hier der größte Andrangpunkt: Über den Sommer nehmen sie zwischen 600 und 800 Kinder auf. Sie laufen von Mitte Juni bis Ende August, montags bis freitags, aufgeteilt in eine Vormittagsgruppe (9:30–13:00 Uhr) und eine Nachmittagsgruppe (13:30–17:00 Uhr), und mischen Windsurfen, Kajakfahren und Paddleboarding mit Strandspielen, Kajakpolo und Stehrennen. Das Hauptcamp ist für 8- bis 14-Jährige, dazu gibt es ein separates Teenager-Abenteuercamp für 12- bis 17-Jährige. Eine Woche kostet rund 200 €, mit Ermäßigung für ein zweites oder drittes Geschwisterkind. Kinder sollten sicher im tiefen Wasser schwimmen können. Buche früh – die Camps sind regelmäßig schon im Mai ausgebucht.
Auch für Gruppen ist gesorgt: Das Zentrum nimmt Schulausflüge, Geburtstagsfeiern und den einen oder anderen Junggesellenabschied an.
Saison, Gezeiten und Buchung
Die Saison läuft ungefähr von Mitte April bis Mitte November, mit Verleih täglich im Sommer und Unterricht meist an Wochenenden und abends. Das Wichtigste, um das du deine Planung herumbauen solltest, ist die Gezeiten. Weil die Bucht so flach ist, verschieben sich die Kurszeiten jeden Tag, um genug Wasser zu erwischen, und der Zeitplan wird nur etwa einen Monat im Voraus festgelegt. Bei Ebbe sind ängstliche Anfänger gut aufgehoben, die fast überall stehen können; bei höherem Wasser gibt es mehr Platz zum Paddeln und Segeln, aber in der Mitte wird es tief. Vorbuchung ist für alles Pflicht – ruf also an oder buche online und lass dich vom Zentrum auf die richtige Gezeiten einplanen, statt einfach vorbeizukommen.
