St Mogue's Island

📍 Bawnboy, Cavan

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Nur per Boot erreichbar; Überfahrten finden in den wärmeren Monaten und nach Absprache statt (unter anderem beim St Mogue's Festival in der ersten Augustwoche). Wende dich an örtliche Anbieter oder die Templeport Development Association.
🎟️ Eintritt
Kostenlos

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Überblick

St Mogue’s Island ist eine kleine, dicht bewaldete Erhebung im Templeport Lough, westlich von Bawnboy im County Cavan, und gilt als Geburtsort des heiligen Mogue – St Aidan of Ferns. Die Einheimischen nennen sie Inch Island, nach dem irischen inis, und an ihrer breitesten Stelle misst sie etwa 300 bis 600 Yards. Es gibt kein Besucherzentrum und kein Wegenetz, nur Klosterruinen und einen alten Friedhof auf einer Insel, die du ausschließlich per Boot erreichst. Genau diese Überfahrt macht den Reiz aus, und genau darin liegt auch der Haken: Dieser Ort will geplant und abgewartet werden, du fährst nicht einfach vor.

Die Legende der Steinplatte

Dem Martyrology of Donegal zufolge kam der heilige Mogue hier zur Welt, nachdem eine geheimnisvolle Frau bei der Frau eines Webers um Unterkunft gebeten hatte. Eine wundersame Steinplatte soll das Neugeborene über den See getragen haben, damit der heilige Killian es taufen konnte, und mit ihr kam die Glocke zurück, die als Mogue’s Bell bekannt wurde. Der Legende nach brachte derselbe Stein später Särge zum Inselfriedhof, bis er bei einer Prüfung der Treue eines Paares in zwei Teile zerbrach: Die eine Hälfte sank auf den Grund des Sees, die andere wird bis heute in der Nähe der Ruinen gezeigt. Der heilige Mogue selbst ist eine reale Gestalt des 6. bis 7. Jahrhunderts, die Bischof von Ferns wurde; sein Festtag ist der 31. Januar.

Im 7. Jahrhundert soll er hier eine Klostersiedlung gegründet haben, und ein Teil der alten Kirche steht noch. Am Leben gehalten hat den Ort in der Pfarrei allerdings die Folklore.

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St Mogue’s clay

Was bis heute prägt, wie die Menschen die Insel nutzen, ist der Lehm. Mörtel aus der alten Kirche wird „St Mogue’s clay“ genannt, und Einheimische nehmen kleine Prisen davon mit nach Hause, in der Überzeugung, dass er ein Haus vor Feuer schützt. Eine vielerzählte Geschichte handelt von einem Brand, der genau an der Tür des einen Raumes zum Stillstand kam, in dem der Lehm aufbewahrt wurde. Was auch immer man davon halten mag: Es erklärt, warum die Ruinen seit Generationen abgetragen werden.

Was es zu sehen gibt

  • Klosterruinen – niedrige Steinmauern und verstreute behauene Fragmente markieren die frühe Siedlung, ein stiller Ort, um die Bedeutung der Insel für das frühe irische Christentum auf sich wirken zu lassen.
  • Der Inselfriedhof – eine Erhebung von 2017 verzeichnete 57 Grabsteine. Familien aus Templeport, Corlough in Cavan und Lower Drumreilly in Leitrim bestatten hier seit Jahrhunderten ihre Toten. Offiziell ist der Friedhof inzwischen geschlossen, abgesehen von einigen Familien mit angestammten Grabstellen: Die Erdschicht ist höchstens etwa vier Fuß tief, was das Graben seit jeher schwer machte.
  • Tierwelt – der Templeport Lough ist ein ausgewiesenes Wildschutzgebiet, das in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Schützenverein betreut wird, und Schilf wie offenes Wasser locken Schwäne, Reiher und andere Wasservögel an.
  • Der Absturz von 1943 – in die jüngere Folklore ging die Insel 1943 ein, als hier eine Beaufighter der RAF abstürzte; die ganze Geschichte steht auf bawnboy.com.

Anreise und praktische Hinweise

Zugang – die Insel ist nur per Boot erreichbar, meist ab dem Ufer bei Bawnboy oder Templeport. Überfahrten finden vor allem in den wärmeren Monaten statt, und beim St Mogue’s Festival in der ersten Augustwoche gehören Überfahrten zum Programm. Organisiere den Transport im Voraus und wirf einen Blick auf die Wettervorhersage; Cavan Tourism und örtliche Anbieter (darunter ein Guide des Fermanagh Lakelands Geoparks) helfen weiter.

Wenn kein Boot geht – ganz verpassen musst du die Insel deshalb nicht. Den klarsten Blick vom Festland hast du vom Friedhof bei St Peter’s Church of Ireland, der Pfarrkirche von Templeport, die vor Ort ausgeschildert ist und genau auf die Insel hinausschaut. Diese Alternative solltest du kennen, denn eine Überfahrt ist nie garantiert.

Einrichtungen – der Eintritt ist frei. Auf der Insel gibt es nichts, weder Laden noch Toiletten, nimm also Wasser und Proviant mit. Die nächsten Parkmöglichkeiten und Versorgungsmöglichkeiten findest du im Dorf Bawnboy.

Hunde – gut erzogene Hunde sind an Bord und auf der Insel willkommen, sofern sie an der Leine bleiben.

Sicherheit – auf dem Templeport Lough kann der Wind plötzlich drehen, kleine Boote solltest du daher umsichtig führen. Ufer und Steinwege werden nach Regen rutschig, um die Ruinen gibt es keine Geländer, und Kinder brauchen enge Aufsicht. Zieh festes Schuhwerk an.

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In der Umgebung

Eine Überfahrt lässt sich gut mit einem längeren Tag in den Cavan Lakelands verbinden:

  • Bawnboy – das nächstgelegene Dorf, mit Pubs und dem nahen Anwesen Bawnboy House.
  • Belturbet – eine Marktstadt am River Erne mit Cafés, Geschäften und dem Naturschutzgebiet Turbet Island.
  • Cavan County Museum – in Cavan Town, mit frühchristlichen Fundstücken, die die Geschichte der Insel einordnen.
  • Annagh Lake – eine kurze Fahrt nördlich, bekannt für klares Wasser, Angelmöglichkeiten und Uferwege.

Anfahrt

Von Dublin nimmst du die N3 nach Norden bis Belturbet, dann die N87 rund zwei Kilometer westwärts Richtung Bawnboy und folgst der örtlichen Beschilderung zum Templeport Lough bis zu den Anlegestellen. Von Belfast geht es auf der A3 südwärts nach Cavan Town, dann weiter auf der N3 nach Belturbet und der N87 wie oben. Sei früh dran, um einen Parkplatz zu bekommen und die Überfahrt in Ruhe anzugehen, und nimm ein Fernglas für die Vögel mit.