Überblick
Malahide ist seit Langem ein arbeitender Hafen – sein Handel wurde erstmals 1375 reguliert – und verbindet bis heute ein Stück dieses Arbeitslebens mit entspanntem Küstenvergnügen. Die gepflasterte Promenade zieht sich um das Hafenbecken mit freiem Blick über die Flussmündung zur Lambay Island, Ireland’s Eye und der Howth-Halbinsel. Einheimische gehen hier täglich spazieren; am Wochenende kommen die Leute, um die Boote und Yachten in einer der größten Marinas Dublins zu beobachten. Vom DART-Bahnhof sind es fünf Minuten zu Fuß, was dies zu einem der unkompliziertesten Küstenausflüge ab der Stadt macht.
Ein Handelshafen
Die Flussmündung zieht seit weit über tausend Jahren Menschen an. Wikinger landeten hier 795 n. Chr., und ab 897 siedelten sich Nordmänner an; im 14. Jahrhundert war Malahide ein so bedeutender Handelsplatz, dass sein Handel 1375 formell reguliert wurde. Statt einer befestigten Stadt fungierte der Ort als Küstenumschlagplatz, an dem Holz, Fisch und Metallwaren die Besitzer wechselten. In der Georgianischen Zeit wurde er zu einem mondänen Seebad, und die hohen georgianischen Häuser entlang der Uferpromenade stammen aus jener Epoche.
Die Marina und das Wasser
Die Marina ist eine der größten Dublins mit mehr als 300 Liegeplätzen und zieht Gast-Yachten aus ganz Irland und darüber hinaus an. Die geschützte Broadmeadow-Mündung dahinter eignet sich gut zum Dinghy-Segeln und Windsurfen, und meist ist etwas auf dem Wasser, das man von der Promenade aus beobachten kann.
Spaziergänge und Stopps in der Nähe
Die Promenade ist flach, glatt gepflastert und vollständig barrierefrei, mit Bänken in regelmäßigen Abständen – ein leichtes Stück für Rollstühle und Kinderwagen. Für eine längere Tour führt der Küstenweg zum Velvet Strand von Portmarnock etwa 4 km (40 Minuten) mit Park- und Strandblicken unterwegs; der Strand ist sandig und im Sommer von Rettungsschwimmern bewacht, allerdings ist Schwimmen wegen der Strömungen nicht erlaubt. Weitere Stopps in kurzer Gehweite:
- Malahide Castle & Gardens – etwa zehn Minuten landeinwärts; eine Burg aus dem 12. Jahrhundert in 260 Acres Parkland mit ummauertem Garten, Schmetterlingshaus und Feenpfad.
- Casino Model Railway Museum – fünf Minuten landeinwärts, mit detaillierten irischen und internationalen Modellbahnanlagen.
Essen und Trinken
Die Küchen hier setzen auf das, was aus dem Wasser kommt, also ist Fisch die Hauptsache – Fish and Chips am einfachen Ende, Jakobsmuscheln und Garnelenrisotto am gehobeneren. Nautilus, unten an der Marina, ist die verlässliche Wahl für Fisch; das Dorf hinter dem Hafen bietet zusätzlich das von Michelin empfohlene Old Street, Jaipur für indische Küche und Gibney’s, eine Kneipe, die seit 1937 besteht. Viele Lokale kürzen ihre Öffnungszeiten im Winter, also erkundigt euch außerhalb der Sommersaison vorher.
Praktische Informationen
Anreise
- DART: die einfache Option. Züge fahren alle 15–20 Minuten ab Dublin Connolly und brauchen etwa 30 Minuten; der Bahnhof ist fünf Gehminuten vom Hafen entfernt.
- Bus: Die Buslinien 32, 42 und 102 von Dublin Bus halten nahe dem Zentrum, kurz zu Fuß von der Promenade.
- Auto: Es gibt mehrere Parkplätze (am Bahnhof, am Grand Hotel und an der Brücke gegenüber dem Bahnhof). Sie sind gebührenpflichtig, Montag bis Samstag, etwa 1,70 € pro Stunde oder 5 € für den Tag, und an Sommerwochenenden sind sie voll – ein weiterer Grund, den DART zu nehmen.
Einrichtungen und Zugang Die Promenade ist eben und vollständig barrierefrei, mit öffentlichen Toiletten nahe dem Hauptcafé und reichlich Sitzgelegenheiten.
Hunde und Jahreszeiten Hunde an der Leine sind entlang der Promenade ein vertrauter Anblick. Der Sommer bringt das Malahide Has It Festival im Juli und, später im Jahr, ein Weihnachtsfest; Winterspaziergänge sind ruhiger und besser geeignet, um Watvögel auf der Flussmündung zu beobachten.
Für das Beste kommt früh an einem Wochenendmorgen, bevor die Massen kommen, oder am späten Nachmittag, wenn das Licht über die Bucht fällt und die Boote zurückkehren.
