Rathfran Friary – ein dachloses Dominikanerkloster

📍 Rathfran, Mayo

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Immer geöffnet
🎟️ Eintritt
Kostenlos
🅿️ Parken
Kleiner Kiesparkplatz in der Nähe der Anlage; kurzer ebener Weg zu den Ruinen.

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Ein Kloster am Rand des Atlantiks

Die Soldaten Sir Richard Binghams brannten Rathfran Friary 1590 nieder – und die Brüder gingen trotzdem nicht: Eine kleine Dominikanergemeinschaft hielt sich in der Gegend bis ins 18. Jahrhundert. Diese Hartnäckigkeit ist die Geschichte des Ortes. Das Kloster, offiziell Priory of the Holy Cross, liegt auf einer geschützten Anhöhe über dem tideabhängigen Cloonaghmore River, 3,5 km nördlich von Killala, wo das Wasser in die Killala Bay mündet. Ráth – alte Ringforts – übersäen die grasigen Hügel ringsum, Jahrhunderte älter als das Kloster. Es ist ein National Monument, der Eintritt ist frei, und an den meisten Tagen hast du die dachlose Kirche ganz für dich allein.

Geschichte und Architektur

Das Kloster wurde um 1274 für die Dominikaner gegründet, doch wer es stiftete, ist bis heute umstritten: Discover Ireland schreibt es dem normannischen Lord William de Burgh und seiner Frau Finola d’Exeter zu, andere Quellen nennen ein Mitglied der Familie de Exeter, und Heritage Ireland räumt ein, dass der Stifter weiterhin ungewiss ist. Wer auch immer es war – der Konvent hatte nicht lange Bestand. Bis 1438 wurden der Gemeinschaft Ablässe gewährt, um ein Refektorium und einen Glockenturm zu bauen; 1458 galt sie als verarmt. 1513 wurde Edmond Burke innerhalb der Klostermauern ermordet. 1577 wurde das Kloster aufgelöst und Thomas de Exeter zugesprochen, dreizehn Jahre später steckte Bingham es in Brand.

Die Kirche ist ein lang gestrecktes Rechteck im schlichten Early-English-Stil. Über dem Westportal sitzt noch immer ein kleines Kreuzigungsrelief, und das Ostende bewahrt die Reste eines feinen dreiteiligen Spitzbogenfensters – das beste Steinmetzwerk der Anlage. Zwei Kreuzgänge standen einst nördlich der Kirche; heute sind nur noch ihre Fundamente zu sehen. Die Wohnräume nördlich der Kirche stammen aus späterer Zeit, aus dem 16. Jahrhundert, und wurden in einen Teil der ursprünglichen Sakristei hineingebaut.

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Was es zu sehen gibt

  • Die Kirche und das Ostfenster – Geh die Länge des dachlosen Langhauses bis zum dreiteiligen Spitzbogenfenster im Osten, dem Detail, bei dem man am liebsten verweilt. Das Mauerwerk trägt die Spuren von fast 450 Jahren seit dem Brand.
  • Die verzierten Grabplatten – Mehrere mittelalterliche Platten sind erhalten, einige mit verschlungenem Flechtwerk – ein Beleg dafür, dass hier älteres kirchliches Steinmaterial wiederverwendet wurde.
  • Die Kreuzgangfundamente – Die niedrigen Umrisse im Norden markieren, wo die Höfe und Gärten der Brüder lagen; es braucht etwas Vorstellungskraft, aber der Grundriss ist im Gelände ablesbar.
  • Blick auf Flussmündung und Berge – Die Anhöhe bietet eine freie Sichtlinie über den tideabhängigen Fluss bis zur Killala Bay, mit den Ox Mountains in Sligo als Kulisse an klaren Tagen.

Anreise und praktische Tipps

Von Killala nimm die Straße nach Ballycastle und biege nach der Brücke über den Cloonaghmore (oder Palmerstown) River rechts ab. Ein ehrlicher Hinweis: Die Hauptschilder zum Kloster sind klar, aber die letzte Abzweigung ist nicht ausgeschildert – das letzte Stück navigierst du also nach Augenmaß. Fahr langsam und halte Ausschau nach dem kleinen Kiesparkplatz nahe der Anlage. Von dort sind es weniger als fünf Minuten ebener Weg zu den Ruinen, wobei der Boden feucht sein kann – feste Schuhe mit Profil sind ratsam.

Es gibt keine Einrichtungen: keine Toiletten, keinen Kassenraum, kein Café. Das Denkmal ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Bring Wasser mit. Als geschütztes National Monument ist Klettern auf den Mauern oder Versetzen von Steinen nicht erlaubt. Das Licht am späten Vormittag oder Nachmittag ist am schmeichelhaftesten für den Kalkstein und die Schnitzereien. Hunde sind unter Aufsicht willkommen.

Legenden und lokale Überlieferung

Die lokale Tradition erzählt von einem Colonel Knox, der angeblich einen Goldschatz von einem britischen Kreuzer geborgen haben soll, der bei einem Sturm vor der Küste gescheitert war, ihn in einem Steinhügel nahe der Abtei vergrub und dann verschwand – der Schatz, so die Geschichte, wurde nie gefunden. Nimm es als das, was es ist: ein Stück lokales Erzählen, das zu einer Küste mit einer langen Geschichte von Schiffbrüchen und Bergungen passt.

Weiter erkunden im Norden Mayos

Rathfran fügt sich nahtlos in einen Tag im Norden Mayos ein. Das nahe gelegene Rathfranpark wedge tomb ist Jahrtausende älter als die Abtei, und Rosserk Friary und Moyne Abbey – zwei der am besten erhaltenen Klöster des Landes – sind ebenso nur eine kurze Fahrt entfernt wie der 3,66 m hohe Breastagh Ogham Stone. In Killala selbst warten die St Patrick’s Cathedral, der Rundturm und die georgianische Uferpromenade. Im Landesinneren bietet der Ballycroy National Park Bohlenwege durch Deckenmoor, und Bangor Erris im Westen öffnet den Bangor Trail.