St Fiachna's Church – die Butterrollen

📍 Bonane, Kerry

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet; freier Zugang zu den Friedhofsruinen

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2026

Die Rolls of Butter

Der Grund, warum man sich nach Teampall Feaghna aufmacht, ist ein Stein. Gleich hinter der Friedhofsmauer liegt ein im Boden verankerter Bullaun-Stein, den die Einheimischen Rolls of Butter nennen – oder auch Petrified Dairy, die versteinerte Molkerei: Sieben oder acht flache Mulden sind in seine Oberfläche geschliffen, jede birgt einen glatten, ovalen Kiesel, der exakt hineinpasst, und Regenwasser sammelt sich darin. Die Schools’ Folklore Collection verzeichnete ihn als eine zu Stein gewordene Molkerei, die Mulden als ihre Milchkühler – Keelers – und die Kiesel als ihre Butterstücke.

Die Geschichte erzählt, dass der heilige Fiachna eine Frau dabei ertappte, wie sie am Morgen des 1. Mai die Milch ihrer Nachbarin stahl und daraus Butter churnte. Er verwandelte ihre Butter in Stein, und als sie davonlief, jagte er sie über den Fluss und versteinerte auch sie – zu einem aufrecht stehenden Menhir; eine andere Version besagt, sie habe die gestohlene Butter auf dem Markt von Dunmanway verkauft. Der Stein tut bis heute seinen Dienst als Mittel gegen Warzen: Man umrundet ihn siebenmal gegen den Uhrzeigersinn, spricht an jeder Mulde ein Gebet, taucht einen Finger ins Wasser und tupft die Warze damit ab. Er steht auf Privatgrund, weshalb man ihn von einer hölzernen Plattform aus betrachtet, die an die Außenmauer gebaut wurde.

Die Kirche und der Friedhof

Teampall Feaghna steht im Townland Garranes, in der Pfarrei Bonane, unter einer gewaltigen Buche. Was von der alten Kirche erhalten ist, ist ein Fragment: die nördliche Hälfte des Ostgiebels und ein sechs Fuß langes Stück der Nordmauer, drei Fuß dicke Blöcke aus grünem Stein, gemauert mit Kalk-Sand-Mörtel. Als John O’Donovan sie in den 1830er-Jahren für die Ordnance Survey vermaß, war die alte Kirche bereits eine Ruine – was hier steht, ist also wirklich mittelalterlich und keine spätere Kapelle.

Der Friedhof, Drom Feaghna, ist von zwei Mauern umgeben. Die innere, kreisförmige ist mittelalterlich; die äußere, rechteckige Mauer wurde in den 1840er-Jahren als Hungersnot-Hilfsarbeit aufgeschüttet. Der Streifen ungeweihten Bodens dazwischen wurde als Cillín genutzt, wo ungetaufte Säuglinge unter kleinen Steinhügeln bestattet wurden – eine stille, harte Ecke des Geländes, die einen Moment der Aufmerksamkeit verdient.

Die aktive Pfarrkirche, ebenfalls St Fiachna’s, ist ein separates Gebäude unten an der N71 im Dorf Bonane. Sie wurde 1892 fertiggestellt, an der Stelle einer früheren Kirche aus der Jahrhundertmitte, die selbst errichtet worden war, um eine 1839 als „beengte, unsichere Hütte“ bezeichnete Vorgängerin zu ersetzen. Entworfen wurde sie von Daniel O’Connell, einem Enkel des Liberators, gebaut von Daniel Foley aus Sneem aus Steinen, die örtliche Bauern heranschafften, und gesegnet am 18. Mai 1892 von Fr John Mangan, dem späteren Bischof von Kerry.

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Die Heilige Quelle und der Mass Rock

Jenseits der Straße liegt eine kleine Heilige Quelle, Tobar Fiacna, unter einem Schutz aus großen Felsblöcken; ihr Wasser wurde lange gegen Rheumatismus verwendet. Ein flacher Stein darüber trägt ein Kreuz, das Generationen von Pilgern mit einem Kiesel in die Oberfläche geritzt haben. Die Quelle, das Kreuz, der Bullaun und ein naher Stechpalmenbaum – der Blessed Bush – wurden einst gemeinsam als Pattern zu Ehren des heiligen Fiachna begangen.

Ein kurzes Stück nördlich liegt der Mass Rock bei Inse an tSagairt, wo Priester während der Penal-Ära heimlich die Messe feierten. Die lokale Überlieferung erinnert an einen Mord hier im Jahr 1829, als ein Priester von sechs Männern überfallen, enthauptet und sein Kopf nach Cork gebracht wurde. Der Stein wird bis heute mit Ehrfurcht behandelt. Das weitere Bonane-Tal ist wieder dicht mit älteren Monumenten gesät – Wedge Tombs, Menhire, Steinkreise –, viele davon versammelt auf dem Bonane Heritage Park-Wanderweg.

Anreise

Der Friedhof liegt in Garranes, etwa 2,5 km abseits der N71 zwischen Kenmare und Glengarriff, am Beginn des Priest’s Leap – einer schmalen, steilen alten Straße, die man nicht versehentlich in Angriff nehmen möchte. Neben dem Friedhof gibt es eine Ausweichbucht mit Platz für ein paar Autos; wer an einem Sommertag früh kommt, hat sie für sich allein. Bus Éireanns Linie 270 fährt durch Bonane, hält aber nicht, und der TFI Local Link-Service verkehrt nur wöchentlich und muss im Voraus gebucht werden – in der Praxis kommt man also mit dem Auto.

Das Gelände ist ganzjährig geöffnet und der Eintritt frei. Unebene Fundamente und Grasboden bedeuten, dass es nicht rollstuhlgerecht ist, auch wenn die Aussichtsplattform für den Bullaun ebenerdig erreichbar ist.

Messe und Kontakt

Die Samstagabendmesse in der Pfarrkirche an der N71 ist um 19:30 Uhr, allerdings verschieben sich die Zeiten, also vor Ort nachfragen, bevor man sich auf den Weg macht. Die Pfarrei liegt im Kenmare Pastoral Area der Diözese Kerry (Pfarrbüro 027-63045, [email protected]). Das Kircheninnere ist klein; wer zur Messe geht, sollte zehn Minuten früher kommen, um einen Sitzplatz zu bekommen.

Behandelt den Boden behutsam: Es ist eine Begräbnisstätte. Hebt die Kiesel nicht aus dem Bullaun und die Steine nicht aus der Quelle, und bleibt auf den ausgetretenen Pfaden, damit das alte Mauerwerk auch den nächsten Besucher übersteht.