Aistear Park

📍 Mountshannon, Clare

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Saisonal (in der Regel Mai–September, bei Tageslicht)
🎟️ Eintritt
Kostenlos

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2026

Das Labyrinth

Das Herzstück des Aistear Park ist ein Irrgarten, den du wegen der Idee dahinter abschreitest, nicht wegen des Rätsels. Er besteht aus Holzpfosten, Trockenmauern und Grün statt aus geschnittener Hecke, und sein gewundener Pfad ist als Reise durch rund 9.000 Jahre irisches spirituelles Leben angelegt – vorgeschichtlicher Glaube, frühchristliches Mönchtum und weiter bis in die Gegenwart. Aistear ist das irische Wort für „Reise“, und genau so soll man den Weg lesen. Er endet in einem eigenen Weglabyrinth: ein einzelner, sich windender Pfad ohne Sackgassen, angelegt als Ort zum Innehalten, nicht als etwas, aus dem man herausfinden muss. Die Fundstücke und Schnitzereien am Wegesrand sind Nachbildungen echter archäologischer Funde – so hält die Geschichte unter deinen Füßen auch dem genauen Blick stand.

Wenn du nur zwanzig Minuten hast, geh den Irrgarten und das Weglabyrinth ab und lass den Rest. Das ist der Teil, den du in keinem anderen Dorfpark findest.

Was es hier sonst gibt

Der Park erstreckt sich über 4,5 Acres zwischen Mountshannons Hauptstraße und dem Hafen und macht sich als Familienstopp bezahlt. Es gibt einen Kinderspielplatz mit Schaukeln, Rutschen und Klettergerüsten, einen Parcours aus Outdoor-Fitnessgeräten für die Erwachsenen und einen abgesenkten, gepflasterten Innenhof für Aufführungen und Freiluftausstellungen. Die „Wee Library“ ist ein Büchertausch unter freiem Himmel auf Vertrauensbasis – nimm eins, lass eins da. Zwischen den Bäumen verteilen sich Holzbänke und Picknicktische, und im Sommer öffnet mitten im Park ein Touristeninfostand. Schau beim Hineingehen nach oben zum Torbogen am Eingang: Er trägt ein Bild von Inis Cealtra, der Klosterinsel draußen im See.

Das Ganze gibt es, weil das Dorf es gebaut hat. Der Aistear Park wurde am 21. Juni 2000 als Gemeinschaftsprojekt eröffnet, um die letzte Grünfläche der Gegend zu bewahren, und er wird bis heute vor Ort betrieben, auch unter dem Namen Aistear Iniscealtra.

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Bevor du losziehst

Der Eintritt ist frei, das Parken ebenso; unten am Hafen gibt es kostenlose Busparkplätze. Der Haken ist der Kalender. Der Park wird von der Gemeinde betrieben und ist saisonal geöffnet, der Infostand ist nur im Sommer besetzt, und verlässliche Öffnungszeiten werden nicht veröffentlicht – wenn du im Winter kommst, ruf lieber vorab über das Dorf an, statt auf gut Glück aufzutauchen. Der Boden im Irrgarten ist uneben und hat ein paar niedrige Stufen, und Holz und Stein werden bei Regen rutschig, wasserfestes Schuhwerk zahlt sich also aus. Die ebenen Wege rund um Spielplatz und Picknickbereich sind für Kinderwagen und Rollstühle gut befahrbar; der Irrgarten selbst nicht. Toiletten gibt es vor Ort keine – die findest du im Dorfzentrum.

In der Umgebung

Mountshannon liegt am Ufer des Lough Derg am Fuß der Slieve-Aughty-Berge, und das beste Anschlussziel liegt gleich bergab. Vom Hafen fahren Boote hinaus nach Inis Cealtra (Holy Island), mit den Ruinen eines frühen Klosters und einem alten Friedhof; dieselben Anbieter vermieten dir auch ein Tretboot für rund 10 €, falls du lieber auf dem Wasser bleibst. Woodpark, ein Wald mit markierten Wegen und eigenen Parkplätzen, liegt etwa eine Meile vom Dorf entfernt. Für einen längeren Ausflug führt der East Clare Way hindurch, immer entlang des Ufers von Lough Derg.

Leg einen Besuch im Juni auf das Feiertagswochenende: Dann richtet der Park einen zweitägigen Festivalmarkt aus, und während des Kunstfestivals von Mountshannon hängen im Irrgarten selbst Ausstellungen.