Ballysaggartmore Towers 5, Southpark, Co Waterford
Ballysaggartmore Towers 5, Southpark, Co Waterford ©Tourism Ireland

Ballysaggartmore Towers Walk

📍 Ballysaggart, Waterford

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet
🎟️ Eintritt
Kostenlos

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2026

Überblick

Das Torhaus ist der ganze Witz an diesem Ort. Zwei zinnenbewehrte Türme und eine verzierte Brücke, in den 1830er-Jahren errichtet, um Besucher auf der geschwungenen Auffahrt zu einem Herrenhaus zu beeindrucken – einem Herrenhaus, das nie gebaut wurde, weil vorher das Geld ausging. Geblieben ist eine der kurioseren Sehenswürdigkeiten von Waterford: ein prächtiger gotischer Eingang, der ins Nichts führt und in stiller Waldlandschaft rund 2,5 km von Lismore entfernt steht, erreichbar über einen kurzen und leichten Rundweg.

Eines sei gleich klargestellt, denn ältere Beschreibungen bringen das durcheinander: Die Towers stehen in Ballysaggartmore, nahe bei Lismore. Das Dorf Ballysaggart selbst ist ein eigener Ort etwa 8 km weiter draußen – eine Kirche, ein Pub, ein Laden und ein GAA-Sportplatz – und nicht dort, wo der Weg verläuft.

Die Geschichte hinter den Towers

Die Towers entstanden für Arthur Kiely-Ussher, einen anglo-irischen Gutsherrn, nach Entwürfen seines eigenen Obergärtners John Smyth. Kiely-Ussher besaß ein Gut von rund 8.000 Acres, größtenteils an Pächter verpachtet, wobei er etwa tausend als eigenes Demesne-Land behielt. Der Überlieferung nach wollte seine Frau ein Haus, das dem ihrer Verwandten ebenbürtig war; zuerst wurde der Eingang gebaut – die Türme, die Brücke, die flankierenden Torhäuser –, und als er fertig war, blieb für das Haus nichts mehr übrig. Man begnügte sich mit etwas weit Bescheidenerem, das inzwischen verschwunden ist.

Die Follies sind der hübsche Teil. Der Rest ist düster. Kiely-Ussher ist als harter Gutsherr während der Großen Hungersnot in Erinnerung geblieben, der Pächter, die nicht zahlen konnten, von ihrem Land vertrieb, und man verübte ein Attentat auf ihn. Das Haupthaus brannte während des Bürgerkriegs Anfang der 1920er-Jahre nieder und wurde später abgetragen, sodass die Türme und die Brücke den Bäumen überlassen blieben.

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Unterwegs auf dem Weg

Es ist ein unkomplizierter 2 km langer Rundweg, 30 bis 45 Minuten in gemächlichem Tempo, kostenlos und von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, ohne Voranmeldung. Von den Infotafeln am Parkplatz führt der Pfad in gewachsenen Wald hinein; an der ersten Gabelung hältst du dich links, dort ist die Steigung sanfter. Zuerst kommen eine kleine Holzbrücke und ein steinernes Tor, und dann schimmern die Türme durch die Bäume – gotische Bögen, Zinnen, verwitterter Stein vor dem Blätterdach. Daneben steht ein Picknicktisch.

Hinter den Türmen erreicht der Weg die verfallenen Torhäuser, heute ohne Dach, in denen einst die Bediensteten wohnten, die das Tor bewachten. Weiter vorn überspannt die verzierte Brücke eine flache Schlucht, in der der Bach unten entlangläuft. Der Wald ist eine Mischung aus heimischen und gepflanzten Bäumen: Esche, Eiche, Bergahorn und Rosskastanie neben Fichte und Tanne, mit Stechpalme, Hasel und Brombeere im Unterholz, dazu eine Reihe hoher Pappeln und Rhododendron, der sich im späten Frühjahr farbig zeigt. Bänke sind entlang des Weges verteilt. Der Pfad ist gut in Schuss, nur der letzte Abstieg zum Parkplatz hat freiliegende Wurzeln und eine steilere Neigung – der Abschnitt, auf den du nach Regen achten solltest.

Praktische Informationen

  • Lage: an der R666, etwa 2,5 km von Lismore entfernt
  • Länge & Dauer: 2 km Rundweg; 30–45 Minuten in entspanntem Tempo
  • Schwierigkeit & Gelände: leicht; überwiegend flacher Waldpfad mit einem kurzen steilen Abschnitt gegen Ende
  • Parken: kleiner kostenloser Parkplatz am Ausgangspunkt. Er füllt sich selten, außer an Wochenenden – also komm früh
  • Eintritt: kostenlos, täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet
  • Einrichtungen: keine Toiletten und keine Möglichkeit, vor Ort Essen oder Trinken zu kaufen. Nur Picknicktische und Bänke
  • Was mitnehmen: Schuhe mit gutem Profil, Wasser, eine Regenjacke und im Sommer Mückenschutz
  • Hunde: an der Leine willkommen; achte auf den rutschigen Boden am Bach
  • Anfahrt: von Lismore der R666 Richtung Fermoy folgen und auf die ausgeschilderte Einfahrt mit dem kleinen Parkplatz auf der rechten Seite achten

Was es in der Nähe zu sehen gibt

Die Towers lassen sich leicht mit einem Tag in Lismore verbinden:

  • Lismore Castle Gardens: rund 3 km entfernt, mit formalen Terrassen, Gewächshäusern und einem der ältesten durchgehend bewirtschafteten Gärten Irlands.
  • The Vee Pass: eine landschaftlich reizvolle Fahrt durch die Knockmealdown Mountains, berühmt für ihren purpurnen Rhododendron im späten Frühjahr.
  • Cahir Castle: etwa 40 Fahrminuten nördlich, eine mittelalterliche Festung auf einer Insel im River Suir mit geführten Touren.
  • Copper Coast: Richtung Süden für eine Küstenfahrt durch den UNESCO Global Geopark, mit Klippen, alten Minenanlagen und stillen Stränden zwischen Dungarvan und Tramore.

Es ist ein halbstündiger Spaziergang, keine Wanderung – am besten als Stopp auf einem Tag in Lismore zu verstehen und nicht als Tagesausflug für sich.