Blick auf Brackloon Wood
Brackloon Wood, Mayo.

Brackloon Wood – Atlantischer Eichenwald bei Westport

📍 Westport, Mayo

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet, 24 Stunden
🅿️ Parken
Kleiner kostenloser Parkplatz am Wanderweg-Einstieg.

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2026

Überblick

Brackloon ist eines der letzten Stückchen atlantischen Eichenwalds im Westen Irlands – 74 Hektar davon an den Osthängen des Croagh Patrick, sechs Kilometer südlich von Westport an der Straße nach Leenane. Die Eichen sind 150 bis 200 Jahre alt, Nachfahren von Bäumen, die die O’Malleys noch gekannt hätten, und seit den 1990er-Jahren zieht Coillte die Koniferen heraus, die in den 1960er-Jahren durch sie hindurch gepflanzt wurden, damit sich das heimische Kronendach erholen kann. Unter den Eichen wachsen Stechpalme, Birke, Esche, Weide und Hasel, und der Owenwee River schlängelt sich mitten durch den Wald und hält den ganzen Ort feucht und geschützt. Er ist heute ein Special Area of Conservation und ein Natural Heritage Area und war Pilotstandort für das nationale Native Woodland Scheme.

Der Spaziergang

Der, den man machen sollte, ist der Brackloon Wood Loop, eine einfache 2,8 km lange Runde mit violetten Wegmarkierungen, die etwa eine Stunde dauert. Er folgt dem Owenwee, passiert die älteren Besonderheiten des Walds und führt zurück zum Ausgangspunkt. Der Hauptweg ist ein Schotterweg, fest genug für Kinderwagen und stabile Rollstühle – aber Vorsicht: Nach Mayo-Regen verwandelt er sich in das, was die Einheimischen clarty nennen, einen schön klebrigen Matsch. Such dir dein Schuhwerk also passend zur Wettervorhersage aus. Vom höher gelegenen, offeneren Gelände in der Gegend öffnet sich der Blick über die Clew Bay bis zur Clare Island, einst Gráinne O’Malleys Festung.

Der Ausgangspunkt hat einen kleinen kostenlosen Parkplatz. Von Westport nimm die N59 etwa 6 km nach Süden, biege rechts nach Owenwee ab, fahre 500 m weiter, dann rechts an der Kreuzung und 1,5 km bis zum Ausgangspunkt auf der rechten Seite.

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Geschichte und Archäologie

Der Wald trägt unter seinen Bäumen eine lange menschliche Geschichte. Archäologische Untersuchungen haben fulacht fiadh – bronzezeitliche Kochgruben – nahe der Flussufer gefunden, und ein steinerner Ringfort aus frühchristlicher Zeit liegt im Wald. Er verläuft nahe am Tóchar Phádraig, dem alten Pilgerweg von Rathcroghan in County Roscommon zum Croagh Patrick. Über Jahrhunderte wurde der Wald stark für Holz und Holzkohle genutzt, und im 19. Jahrhundert gehörte er zum Anwesen von Westport House des Marquess of Sligo, bevor die Irish Land Commission ihn in den 1940er-Jahren übernahm und später die Renaturierung begann.

Was hier wächst und lebt

Im Frühling und Frühsommer erwacht der Waldboden zum Leben mit Waldsauerklee, Rippenfarn und Heidelbeere, und entlang der Überschwemmungsebene des Flusses leuchten Sumpf-Schwertlilien. Brackloons seltenster Bewohner ist die Weiße Waldvögelein-Art, eine der am stärksten bedrohten Orchideen Irlands – sie ist gesetzlich geschützt. Wenn du sie im Sommer blühend findest, schau sie an und lass sie stehen. Der feuchte, geschützte Boden macht den Herbst zur Pilzsaison, und der Wald beherbergt die übliche westirische Waldbesetzung aus Dachsen, Füchsen und Baummardern, die sich meist nur als verschwindender Schwanz im Unterholz zeigt.

Praktische Informationen

  • Zugang: ganzjährig geöffnet, kostenlos.
  • Parken: kleiner kostenloser Parkplatz am Ausgangspunkt (Wegbeschreibung oben).
  • Ausstattung: keine – keine Toiletten, kein Café, kein Laden. Bring Wasser, einen Snack und eine Regenjacke mit.
  • Hunde: willkommen; halte sie unter strenger Kontrolle, um bodenbrütende Vögel und den Orchideenboden zu schützen.
  • Weiterlesen: das Buch Brackloon – The Story of an Irish Oak Wood der Mayo County Library ist der ausführliche Bericht über die Ökologie des Walds und seine Renaturierung.

Komm früh an einem stillen Morgen für das Licht durch die Eichen und nimm dir die extra zehn Minuten, um am nördlichen Ende der Runde das Flussufer entlangzugehen – es ist der ruhigste, geschützteste Abschnitt des Walds und der, in dem es sich zu verweilen lohnt.