Doona Castle (Fahy), County Mayo

📍 Fahy, Mayo

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet
🎟️ Eintritt
Kostenlos

Zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2026

Überblick

Doona Castle war 1832 noch in „hervorragendem Zustand“, bis ein Junge, den man während einer Taufe in den dunklen Turm schickte, um Torf zu holen, eine glühende Kohle zurückließ. Der trockene Winterbrennstoff fing Feuer, und bis zum Morgen war eine ganze Seite des Wohnturms aus dem 15. Jahrhundert aufgerissen und eingestürzt – Berichten zufolge begrub der Schutt mehrere Fässer geschmuggelten Branntweins. Was übrig geblieben ist, steht auf einer Kalksteinanhöhe im Townland Fahy im Nordwesten von County Mayo: dicke Mauern, eine dachlose Ruine und eine markante Silhouette vor dem atlantischen Himmel. Weil sie direkt an einer öffentlichen Straße liegt, ist sie ein unkomplizierter, kostenloser Halt für alle, die diesen abgelegenen Landstrich befahren.

Ein Wohnturm mit bewegter Vergangenheit

Der doppelte Name der Burg spiegelt die vielschichtige Geschichte der Region wider. „Fahy“ stammt vom irischen An Fhaiche, was „die Wiese“ oder „das Feld“ bedeutet, während sich „Doona“ von Dún ableitet, also „Fort“ oder „Festung“. Aus örtlich gebrochenem Kalkstein errichtet, folgt der Bau dem traditionellen Grundriss irischer Wohntürme: eine gewölbte Kammer im Erdgeschoss zur Lagerung, schmale Schießscharten zur Verteidigung, eine in die Mauer eingelassene Wendeltreppe und Gusslöcher über dem Eingang, durch die man Geschosse auf Angreifer hinabwerfen konnte.

Historisch ist die Burg vor allem mit der legendären Piratenkönigin Grace O’Malley (Granuaile) verbunden. Der örtlichen Überlieferung nach eroberte sie die Burg vom Clan der MacMahons – als Vergeltung für die Ermordung ihres Geliebten Hugh de Lacy. 1588, nach dem Untergang des Armada-Schiffs La Rata Santa María Encoronada nahe der Sandbank von Tullaghan in der Blacksod Bay, fanden Don Alonso de Leyva und seine mehreren Hundert überlebenden Männer Zuflucht hinter den Mauern der Burg, bevor sie ins Landesinnere zogen.

Nach den Feldzügen Cromwells in den 1650er-Jahren wurde die Burg aufgegeben und verfiel zusehends. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts befand sich der Hauptturm jedoch noch in bemerkenswert gutem Zustand. Ein Artikel im Dublin Penny Journal vom November 1832 vermerkte, die Burg sei in „hervorragendem Zustand“ und ihr Mauerwerk „hätte wohl selbst Vater Zeit vor ein Rätsel gestellt“. Dieses Lob war nur von kurzer Dauer.

Dem Journal zufolge hatte ein ortsansässiger Bauer namens John Conway einen riesigen Stapel Wintertorf an der Hofmauer aufgeschichtet. Während einer Tauffeier schickte man einen kleinen Jungen in den dunklen, angeblich spukenden Turm, um weiteren Brennstoff zu holen. Mit einer brennenden Fackel bewaffnet, um sich Mut zu machen, sammelte er einen Korb voll Torf, ließ dabei aber versehentlich die Glut zurück. Der trockene Brennstoff entzündete sich, und die enorme Hitze ließ das alte Gemäuer bersten, sodass noch vor dem Morgen eine ganze Seite einstürzte. Das Feuer begrub Berichten zufolge mehrere versteckte Fässer mit geschmuggeltem Branntwein unter dem herabstürzenden Mauerwerk – der Beginn des Verfalls, der die Burg in die dachlose Ruine verwandelte, die wir heute sehen.

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Sehenswertes & Aktivitäten

Sei realistisch, worum es hier geht: ein fünfminütiger Fotostopp am Straßenrand, kein Ziel, um das man einen ganzen Tag plant. Das Innere der Burg kann nicht besichtigt werden, doch ihr Äußeres bleibt überaus stimmungsvoll. Der beste Blick bietet sich von der öffentlichen Straße, die am Hof vorbeiführt: Von hier aus kannst du die verbliebenen Mauern fotografieren, wie sie das umliegende Weideland und die fernen Hügel einrahmen. Wirf einen genauen Blick auf den unteren Teil, um die markante gewölbte Steindecke des Erdgeschosses zu entdecken, die Jahrhunderte atlantischen Wetters überstanden hat. Der abgebrochene Schaft der Wendeltreppe und die Reste der Deckenkonsolen vermitteln ein anschauliches Bild davon, wie die verschiedenen Etagen des Gebäudes einst miteinander verbunden waren.

Der Ort eignet sich gut für einen stillen Moment des Innehaltens auf einem Roadtrip. Es gibt weder Zäune noch Tore, doch die Burg steht auf bewirtschaftetem privatem Weideland. Du kannst gefahrlos anhalten, um zu fotografieren oder am Straßenrand ein Picknick zu machen – denk aber daran, dass die Ruine selbst nicht bestiegen oder betreten werden sollte. Auf den umliegenden Feldern weiden häufig Rinder und Schafe, was die ländliche Atmosphäre unterstreicht.

Anfahrt & praktische Tipps

Abseits der Hauptstrecken zwischen Ballycroy und der Mullet Peninsula gelegen, ist Doona Castle bequem mit dem Auto zu erreichen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es eine kleine Haltebucht zum Parken, doch der Platz ist in den Hochsommermonaten begrenzt. Da die Stätte nicht bewirtschaftet wird, gibt es keine offiziellen Öffnungszeiten, keinen Eintritt und keine Besuchereinrichtungen. Du kannst zu jeder Tageszeit vorbeikommen, wobei das Licht am Morgen oder am späten Nachmittag die eindrucksvollsten Schatten über das Mauerwerk wirft.

Ein paar praktische Hinweise für Besucher:

  • Privatgrund respektieren: Die Burg steht auf bewirtschaftetem Weideland. Bleib auf der öffentlichen Straße und in der ausgewiesenen Haltebucht und geh nicht durch die Felder.
  • Schuhwerk: Der Straßenrand kann uneben und grasbewachsen sein. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, wenn du den Asphalt verlässt.
  • Wetter: Der Nordwesten von Mayo ist atlantischen Winden und plötzlichen Regenschauern ausgesetzt. Pack eine wasserdichte Jacke ein und denk beim Fotografieren an Windschutz.
  • Hunde: Gut erzogene Hunde sind am Straßenrand willkommen, halte sie aber an der Leine – aus Rücksicht auf das Vieh und den Grundbesitzer.
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Die Umgebung erkunden

Doona Castle liegt in einer Region voller Küstenlandschaften, uralter Geschichte und Möglichkeiten für Aktivitäten im Freien. Wenn du deinen Besuch verlängern möchtest, liegen einige sehenswerte Ziele nur eine kurze Autofahrt entfernt:

  • Ballycroy (Wild Nephin) National Park – Eine weite Wildnis aus Deckenmoor, Seen und Bergpfaden, mit einem Besucherzentrum, das hervorragende Informationen zur örtlichen Ökologie bietet (Ballycroy (Wild Nephin) National Park).
  • Achill Island – Irlands größte Insel, bekannt für ihre dramatischen Klippen, unberührten Strände und die Achill Archaeological Field School (Achill Island).
  • Westport – Ein lebhaftes Küstenstädtchen etwa eine Autostunde entfernt, berühmt für seine georgianische Architektur, seine Gärten am Fluss und die Nähe zum Croagh Patrick (Westport).
  • Blacksod Bay – Die historische Küste unmittelbar südlich von Fahy, wo 1588 das Armada-Schiff La Rata sank. Überlebende des Schiffs fanden vorübergehend in der Gegend Schutz, bevor sie ins Landesinnere weiterzogen.

Das Straßennetz rund um Fahy ist ruhig und eignet sich gut für Radfahrer und Wanderer. Zwar führen keine markierten Wege direkt zur Burg, doch die umliegenden Townlands sind von Nebenstraßen und Fußwegen durchzogen, die an größere ländliche Routen anschließen. Halte Ausschau nach steinernen Ringforts und alten Feldmauern, die die Landschaft prägen – Überbleibsel aus Jahrhunderten der Landwirtschaft und Besiedlung in diesem abgelegenen Winkel von Mayo.

Zur genauen Navigation: Die Burg liegt bei 54.0469°N, 9.9024°W. Halt an, fotografiere die Mauern vom Straßenrand aus und stell dir vor, wie Don Alonso de Leyvas mehrere Hundert Armada-Überlebende hinter diesen Mauern Schutz suchten, bevor sie 1588 ins Landesinnere zogen.