Priory of Holmpatrick – Skerries’ alter Turm

📍 Skerries, Dublin

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet, freier Eintritt
🎟️ Eintritt
Kostenlos
🅿️ Parken
Kostenloser Parkplatz am Friedhofstor; klein.

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Das Gelände

Der älteste lesbare Grabstein in Holmpatrick wurde 1520 gemeißelt, für Peter Manne, Prior des Augustinerhauses, das einst hier stand. Genau diese eine datierte Steinplatte ist der Grund, warum sich ein Stopp an diesem ruhigen Friedhof am Rande von Skerries lohnt: Vom Priorat selbst ist wenig erhalten, aber die Steine, die es gibt, sind alt, präzise und leicht zu finden. Das Gelände liegt auf erhöhtem Grund mitten in der Stadt, 27 km nördlich von Dublin, mit der Irischen See und ihrer verstreuten Inselgruppe – St Patrick’s, Shenick, Colt und Rockabill – jenseits der Mauer ausgebreitet.

Komm wegen der beiden gemeißelten Steine und der Meeresaussicht. Wenn du dir eine verfallene Abtei zum Durchwandern vorstellst, wirst du enttäuscht sein: Dies ist ein genutzter Friedhof mit einem Turm, kein dachloses Kirchenschiff.

Von St Patrick’s Island aufs Festland

Die Wurzeln der Gemeinschaft liegen vor der Küste, auf St Patrick’s Island, wo ein Kloster im 6. Jahrhundert vom heiligen Mochonna gegründet worden sein soll. Wikingerüberfälle – hier erstmals 798 verzeichnet – machten die Insel zu einem exponierten Ort zum Leben, und 1220 zogen die Augustiner-Chorherren (Canons Regular) aufs Festland um und gründeten das Priorat, das Holmpatrick seinen Namen gab. Es fungierte zugleich als Kloster und Pfarrkirche.

Es wurde wohlhabend. Mittelalterliche Boden- und Dachziegel, die auf dem Gelände gefunden wurden und denen von Swords Castle ähneln, deuten auf eine gut ausgestattete Gemeinschaft hin, und bis ins 16. Jahrhundert hielten das Priorat und sein Gutshof schätzungsweise 1.000 Acres Land in Fingal.

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Der Turm und seine Steine

Ein aufrecht stehendes Stück alter Mauerkunst ist erhalten: ein quadratischer, dreistöckiger Turm mit Zinnen, an der Südwand des Friedhofs gelegen. Er überlebte, weil er nützlich war – als Markierung für Boote, die in den Hafen von Skerries einliefen, lange nachdem die Kirche, zu der er gehörte, verschwunden war.

Zwei Steine sind in seine Mauern eingelassen, und sie sind das, was man sich ansehen sollte:

  • Der Abtsgrabstein (1520) – für Peter Manne, einen der letzten Oberen des Priorats, mit lateinischer Inschrift. Er gehört zu den frühesten datierten Grabsteinen Irlands.
  • Der Delahide-Stein (1578) – mit den Wappen der Familie Delahide gemeißelt, die nach der Reformation Klosterland übernahm.

Nach dem Priorat

Das Priorat wurde 1557 aufgelöst und sein Land 1578 Thomas FitzWilliams zugesprochen, ging später an die Earls of Thomond und dann an den Holmpatrick-Nachlass über. Die heutige Kirche der Church of Ireland, ein gotisches Kalksteingebäude, das 1867 geweiht wurde, ersetzte die frühere Kirche, deren Turm noch steht; mehrere Gedenktafeln aus dem älteren Gebäude, darunter eine für James Hamilton (gest. 1800), wurden in sie überführt.

Lokale Folklore füllt den Rest. Die Geschichte besagt, dass die Ziege des heiligen Patrick von der Insel gestohlen wurde und der Heilige ihr aufs Festland nachsprang, wobei er einen Fußabdruck auf Red Island hinterließ, der bei Ebbe zu sehen sein soll, mit passenden Spuren auf St Patrick’s Island.

Auch die Mühlengeschichte in Skerries führt auf dieses Gelände zurück. Im frühen 16. Jahrhundert gehörte das Land dem Priorat, und die beiden erhaltenen Windmühlen – eine kleine von etwa 1525 und eine große von etwa 1750 – bilden zusammen mit einer Wassermühle heute das Heritage Centre Skerries Mills, einen kurzen Spaziergang entfernt.

Küstenwanderung und Anreise

Der Friedhof ist ein guter Ausgangspunkt für einen Spaziergang nach Norden entlang des Ufers zu Ardgillan Castle, einem Haus aus dem 18. Jahrhundert mit Terrassengärten über dem Meer; rechne mit etwa einer halben Stunde. Die Wege des Friedhofs sind Gras und Kies und etwas uneben, also trage ordentliche Schuhe.

Praktische Informationen

  • Eintritt: kostenlos, ganzjährig geöffnet.
  • Parken: ein kleiner kostenloser Parkplatz am Friedhofstor.
  • Barrierefreiheit: Das Turminnere ist für die Öffentlichkeit geschlossen; das Gelände besteht aus Gras und Kies und eignet sich am besten für trittsichere Spaziergänger.
  • Anreise: mit dem Auto über die M1, dann die R132 und R127 nach Skerries, den Schildern in die Stadt und nach Holmpatrick folgend. Der Bus 33 fährt von Dublins Busáras nach Skerries, einen kurzen Spaziergang vom Gelände entfernt.
  • In der Nähe: Der Hafen von Skerries zum Segeln, Paddleboarding und Vogelbeobachten, sowie das Heritage Centre Skerries Mills auf dem Rückweg in die Stadt.

Geh am Morgen hin: Das niedrige Licht fängt die Gravur auf dem Stein von 1520 ein, den man sonst leicht übersieht.