The Glen und seine Aussicht
St. Finian’s Bay, vor Ort als The Glen (An Gleann) bekannt, ist eine exponierte Bucht an der Atlantikküste von County Kerry, auf halber Strecke des Skellig Ring zwischen Portmagee und Ballinskelligs. Sie erstreckt sich von Puffin Island im Norden bis Ducalla Head im Süden, mit den Skellig Rocks und Lemon Rock draußen in der Bucht. Der Grund für den Besuch ist die Aussicht: Nur wenige Orte haben die Skelligs so direkt vor Augen, und die Anfahrt über den Coonanaspig Pass ist schon die halbe Freude.
Eines sollte gleich klar sein: Dies ist der kleinste Strand am Ring mit den stärksten Strömungen, und er wird nicht überwacht. Ein Strand zum Anschauen, Spazieren und Fotografieren – nicht zum spontanen Schwimmen.
Surfen und Tauchen – für alle, die wissen, was sie tun
Die Bucht fängt beständigen atlantischen Seegang ein und produziert schnelle, hohle Wellen, die erfahrene Surfer anziehen. Derselbe Seegang und die starken Strömungen machen sie zu einer schlechten Wahl für Anfänger oder Badegäste; prüfe Gezeiten und Wettervorhersage, bevor du dich dem Wasser auch nur näherst.
Der Pier ist ein viel genutzter Ausgangspunkt für Taucher, die die Gewässer rund um die Skellig Rocks erkunden. Das ist abgelegenes Küstentauchgebiet mit Strömungen außerhalb der Bucht und gelegentlichem Fischereiverkehr – eine Signalboje an der Oberfläche ist hier Standard.
Die Schokoladenfabrik
Nur einen kurzen Spaziergang vom Strand entfernt liegt Skelligs Chocolate, Irlands einzige offene Schokoladenfabrik, in der du bei der Herstellung zusehen, dich durch die Verkaufstheke probieren und einen Kurs im Schokoladenmachen buchen kannst. Das Surf-Café Driftwood liegt direkt an der Bucht, falls du Essen näher am Sand möchtest. Zusammen machen sie die Bucht zu einem einfachen Zwischenstopp, selbst an Tagen, an denen das Meer für alles andere zu rau ist.
Geschichte in der Landschaft
The Glen ist seit langer Zeit bewohnt, und die Felder rund um die Bucht bewahren Spuren davon. Das Coom Wedge Tomb und die Heilige Quelle Tobairín sind die nahegelegenen Höhepunkte für alle, die Landschaft mit einem Schuss Vorgeschichte mögen. Die Bucht verdankt ihren Namen der Überlieferung nach einem frühen Heiligen aus der Klosterwelt der Skelligs, auch wenn die Details vage sind und besser als Folklore denn als Tatsache behandelt werden sollten.
Praktische Informationen
St. Finian’s Bay ist ganzjährig frei zugänglich und kostenlos. Es gibt Parkplätze für etwa ein Dutzend Autos sowie einen Frischwasserhahn. Die Bucht ist Teil des Wild Atlantic Way und der Skellig-Ring-Szenestraße; beachte, dass der Skellig Ring nicht Teil der offiziellen Ring-of-Kerry-Route ist – genau das ist der Grund, warum es hier ruhiger bleibt.
Prüfe vor dem Besuch die Gezeiten: Bei Niedrigwasser kommen weite Felsbecken zum Vorschein, bei Hochwasser bleibt kaum Strand übrig. Und halte dich von der Brandungszone fern, wenn du diese Küste nicht wirklich kennst.
