Ein Fluss fließt zwischen grünen Grasufern und Bäumen hindurch, in der Ferne ein großer Berg.
Ein Fluss schlängelt sich durch den Derryclare Wood im Connemara-Nationalpark, im Hintergrund ein Berg. Courtesy Joyce Country and Western Lakes Geopark

Naturschutzgebiet Derryclare

📍 Inagh Valley, Galway

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Ganzjährig geöffnet; keine festen Öffnungszeiten.
🎟️ Eintritt
Kostenloser Eintritt

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2026

Überblick

Der Derryclare Wood ist ein 19 Hektar großes Eichen-Naturschutzgebiet an den Osthängen der Twelve Bens, eingebettet zwischen dem Derryclare Lough und dem Lough Inagh im Inagh Valley. Der National Parks and Wildlife Service richtete es am 13. Juni 1980 ein, um einen von Irlands wenigen erhaltenen Beständen naturnaher Traubeneichen (Quercus petraea) zu schützen, durchsetzt mit Eberesche, Moorbirke und Esche. Es ist eine kleine Insel aus heimischem Laubwald inmitten eines weit größeren, 789 Hektar umfassenden Nadelwald-Wirtschaftsforsts im Besitz von Coillte. Der irische Name Doire Chláir bedeutet „Eichenwald der Ebene oder der Bohlenbrücke“.

Wenn du hier nur für eine Sache Zeit hast, dann für den Rundweg am Seeufer nach einer windstillen Nacht – wegen der Spiegelungen.

Rote Eichhörnchen und der Wald

Bekannt ist das Reservat vor allem für seine roten Eichhörnchen. 2005 siedelte der NPWS 19 heimische rote Eichhörnchen aus dem Portumna Forest Park hierher um, um fernab des invasiven Grauhörnchens eine gesicherte Population im Westen aufzubauen – und es funktionierte: Die Tiere pflanzten sich fort und haben sich gehalten. Geholfen hat ihnen dabei der heimische Baummarder – ein einheimischer Räuber, der die Zahl der Grauhörnchen niedrig hält, während die leichteren, flinkeren roten Eichhörnchen besser mit ihm zurechtkommen.

Der Wald hat auch seine kuriosen Fußnoten. Ein Pilzparasit, Hemigrapha astericus, heimisch in Australien und Südamerika, wurde hier erstmals auf der Nordhalbkugel nachgewiesen.

Die roten Eichhörnchen sind scheu. Früh am Morgen stehen deine Chancen deutlich besser, eines zu sehen – und gar nicht, wenn du krachend vom Weg abkommst. Also sei leise und bleib auf dem Pfad.

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Der Spaziergang

Ein sanfter, 2 km langer Rundweg führt durch das Blätterdach der Eichen und am Ufer des Derryclare Lough entlang, gut markiert und mit kurzen Bohlenwegabschnitten über den feuchten Boden; er eignet sich für Familien und fast alle Fitnessstufen. Der See ist das eigentliche Bild: stilles Wasser, in dem sich die Twelve Bens spiegeln, und vor der Küste die kleine, mit Waldkiefern bestandene Insel Pine Island. Für die Geräuschkulisse sorgen vor allem Rotkehlchen, Zaunkönige und Baumläufer.

Der Derryclare Lough mit Pine Island in der Mitte und den Twelve-Bens-Bergen im Hintergrund.
Derryclare Lough, Co. Galway Tourism Ireland

Im See gibt es Lachse und Forellen, doch die Fischereirechte sind in Privatbesitz: Bevor du die Angel auswirfst, brauchst du eine NPWS-Genehmigung und zusätzlich die Erlaubnis der örtlichen Fischerlodge.

Praktische Informationen

AngabeDetails
ÖffnungGanzjährig geöffnet; keine festen Öffnungszeiten
EintrittKostenlos
ParkenKleiner Parkplatz am Eingangstor an der R344 (wenige Plätze – im Sommer früh kommen)
WegRund 2 km langer Rundweg, überwiegend leicht, mit Bohlenwegabschnitten
AusstattungKeine vor Ort – bring Wasser, Snacks und einen Beutel für deinen Müll mit
HundeHunde an der kurzen Leine führen, um bodenbrütende Vögel und die Eichhörnchen zu schützen

Das Reservat liegt etwas abseits der R344, die die N59 zwischen Recess und Kylemore Abbey verbindet; die Abzweigung zum kleinen Parkplatz und zum Tor auf den Weg ist ausgeschildert. Öffentliche Verkehrsmittel sind spärlich – die nächste Haltestelle ist in Recess, sodass Auto oder Taxi die verlässliche Wahl sind. Vor Ort gibt es keine Geschäfte oder Cafés; in Letterfrack (rund 10 km) und Clifden (rund 15 km) findest du Essen und Unterkünfte.

Komm früh für die Eichhörnchen und nach einer ruhigen Nacht für den See – und halte den Hund an der kurzen Leine; dies ist ein bewirtschaftetes Naturschutzgebiet, kein Park.