Kilconnell Friary – O'Kelly-Franziskanerruine

📍 Kilconnell, Galway

🏛️ Sehenswürdigkeit
🕒 Öffnungszeiten
Täglich geöffnet
🎟️ Eintritt
Kostenloser Eintritt
🅿️ Parken
Kostenlose Parkplätze auf einem kleinen Seitenstreifen neben dem Gelände; an Sommerwochenenden oft voll.

Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026

Überblick

Der Grund, in Kilconnell anzuhalten, sind die Gräber. Dieses Franziskanerkloster in einem ruhigen Dorf etwa 13 km westlich von Ballinasloe im Herzen der alten Herrschaft Uí Maine beherbergt eine der schönsten Sammlungen mittelalterlicher überdachter Gräber im County Galway – und das als freie, unverschlossene, täglich geöffnete Ruine ohne Kassenhäuschen und ohne Warteschlange. Sie wird vom Office of Public Works als Nationaldenkmal betreut, liegt aber mitten in einem noch genutzten Friedhof mit jahrhundertealten Feldstrukturen ringsum, sodass sie sich eher wie ein Ort zum Mitleben anfühlt denn wie ein abgesperrtes Museum. Ein praktischer Hinweis vorab: Im umliegenden Feld weidet manchmal Vieh.

Geschichte

Bei den Daten lohnt sich Ehrlichkeit, denn die Quellen widersprechen sich. Eine dem heiligen Conall geweihte Klostersiedlung stand hier seit dem 6. Jahrhundert – daher auch der Name des Dorfes (Cill Chonaill, „Conalls Kirche“). Das Franziskanerkloster selbst wurde Mitte des 14. Jahrhunderts gegründet – 1353 ist das Datum in den Aufzeichnungen von OPW und Wikipedia – von William O’Kelly, Lord von Uí Maine, wobei die erhaltene Kirche weitgehend um 1414 wiederaufgebaut wurde. Lokal wird 1414 oft als Gründungsjahr genannt; betrachte es als das Jahr des Wiederaufbaus.

Die O’Kellys waren bedeutende Förderer von Dichtkunst und Religion, und Kilconnell wurde ein Haus der Observanten-Franziskaner. Ungewöhnlicherweise überstand es die Auflösung der Klöster und die Wirren, die vergleichbare Häuser dem Erdboden gleichmachten: Im späten 16. Jahrhundert diente es als Garnison, doch die Brüder arbeiteten weiter, und eine Franziskanergemeinschaft blieb bis etwa 1801 in der Gegend, als die letzten Mönche gingen.

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Was es zu sehen gibt

Die Gräber

Das Langhaus beherbergt mehrere überdachte Grabkammern, die der O’Kellys sind die aufwendigsten – geschmückt mit Engeln, Heiligen und Wappenschilden, die den Reichtum und die Frömmigkeit der Familie zur Schau stellen. Im südlichen Querschiff befindet sich das Wandgrab der Familie Daly, und ein Grab aus dem späten 15. Jahrhundert mit geschnitzten Trauerfiguren gedenkt eines Mitglieds der Linie Barnewall. Nimm dir Zeit dafür; es sind die am besten geschnitzten Stücke des Geländes, und man eilt leicht an ihnen vorbei.

Turm und Kreuzgang

Ein dreistöckiger Mittelturm erhebt sich über der Nahtstelle von Langhaus und Chor; er wurde im späteren 15. Jahrhundert hinzugefügt, und seine Zinnen sind das meistfotografierte Motiv des Klosters. Die Kirche selbst erstreckt sich über ein langes Langhaus von 37,5 Metern mit einem geräumigen Chor, erhellt von großen Maßwerkfenstern. Vom Kreuzgang sind nur noch die Arkaden der Ost- und Südseite erhalten – die Nord- und Westseite sind verschwunden –, doch wo sie stehen, tragen achteckige Säulen weiterhin Spitzbögen um den einstigen Innenhof der Mönche.

Skulptur und Details

Eine mittelalterliche Holzstatue der Jungfrau Maria aus dem 15. oder 16. Jahrhundert ist am Ort erhalten – ein wirklich seltenes Überbleibsel. Achte auch auf zwei geschnitzte Piscinen (die kleinen Becken zum Ausspülen der liturgischen Gefäße) und, verstreut über das Mauerwerk, einzelne Steinmetzzeichen der Männer, die den Bau errichteten. Ein bemerkenswertes Stück hat den Ort jedoch ganz verlassen: Ein vergoldeter Silberziborium von 1409, in Auftrag gegeben von William Mór O’Kelly und seiner Frau Anabelle Star, ist heute in Kylemore Abbey in Connemara ausgestellt.

Das Gelände

Uralte Feldsysteme und Erdwälle umgeben die Ruine, und drei Heilige Quellen liegen in der Nähe – eine Erinnerung daran, dass die Anziehungskraft des Ortes lange vor dem Kloster bestand. Der angrenzende Friedhof wird noch genutzt und birgt historische O’Kelly-Gräber zwischen verwitterten Kreuzen. Ein langsamer Rundgang um das Gelände ist der beste Weg, um zu sehen, wie die Kirche in ihrer Landschaft liegt.

Besuch

Kilconnell ist jeden Tag geöffnet, kostenlos, ohne Tore oder Tickets – du erkundest in deinem eigenen Tempo. Informationstafeln auf dem Gelände geben den historischen Kontext und weisen auf die wichtigsten Merkmale hin; es gibt keine offizielle Führung und keinen Audioguide, also lies die Tafeln, während du gehst.

Anreise und Parken: Das Kloster ist von der R348 aus ausgeschildert. Fahre von Ballinasloe etwa 13 km nach Westen, biege am Brodericks Pub rechts ab und folge der schmalen Straße bis zum Eingang. Ein kleiner Seitenstreifen neben dem Gelände bietet kostenlose Parkplätze; an Sommerwochenenden füllt er sich, also komm früh für einen ruhigeren Besuch.

Zugang und Einrichtungen: Der Boden ist uneben, mit verstreuten Steinplatten und Stufen am Turmfuß, daher ist das Gelände nicht für Rollstühle oder Kinderwagen geeignet, und die Wege werden nach Regen glitschig – trage festes Schuhwerk. Es gibt kein Café und keine Toilette vor Ort; das Dorf Kilconnell hat beides.

In der Nähe

Für mehr mittelalterliches Klostermauerwerk sind die Zisterzienserruinen von Knockmoy Abbey eine kurze Fahrt entfernt. Ballinasloe hat die nächsten Hotels und B&Bs, und das Dorf selbst hat ein paar Pubs, um sich nach einer Stunde zwischen den Gräbern zu stärken.