Ein großer Granit-Deckstein, balanciert auf niedrigen aufrechten Steinen auf einem grasigen Hang über dem Carlingford Lough.
Der Granit-Deckstein des Kilfeaghan Dolmen, ruhend auf niedrigen Tragsteinen an einem Hang über dem Carlingford Lough in Co Down. Tourism Ireland

Kilfeaghan Dolmen – ein riesiger Granit-Deckstein über dem Carlingford Lough

📍 Rostrevor, Down

🏛️ Sehenswürdigkeit
🅿️ Parken
Ein kleiner Parkplatz nahe dem oberen Ende der Landstraße bietet Platz für etwa vier Autos.

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2026

Der Stein

Der Deckstein von Kilfeaghan ist ein einzelner Granitblock von geschätzt 35 Tonnen, der auf zwei Tragsteinen balanciert, die unter der Last teilweise in den Boden gesunken sind. Er ist etwa 2,5 Meter lang und rund 1,5 Meter dick. Seit ungefähr 4.500 Jahren liegt er nun schon an diesem Hang über dem Carlingford Lough – das reiht ihn ein in das Werk der ersten Bauern Irlands.

Wie die Erbauer diese Menge Granit aufgerichtet haben, ist der interessante Teil. Die wahrscheinlichste Antwort: Haben sie gar nicht. Archäologen vermuten, dass der Deckstein ein Findling aus der Eiszeit war, der bereits an Ort und Stelle lag – ein von zurückweichendem Eis abgesetzter Felsblock –, der dann untergraben und auf Tragsteine aufgebockt wurde, statt dass man ihn herbeigeschafft hätte. Das würde die schiere Masse eines Steins erklären, der weit schwerer ist als die Decksteine der meisten anderen Dolmen.

Der Dolmen sitzt am nördlichen Ende eines langen Cairns, der heute grasbewachsen und stark reduziert ist. Der Hügel lief ursprünglich etwa 25 Meter den Hang hinunter nach Süden – was du heute siehst, ist also der erhaltene Kern eines weit größeren Monuments. Eine Ausgrabung im frühen zwanzigsten Jahrhundert förderte Knochen und Keramikscherben zutage. Das Grab steht unter staatlicher Obhut des Department for Communities, der Eintritt ist kostenlos.

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Anreise

Kilfeaghan liegt im gleichnamigen townland an den Osthängen des Knockshee, etwa 6 km östlich von Rostrevor an der Küstenstraße A2 Richtung Kilkeel. Bieg in die Kilfeaghan Road ab und folge ihr landeinwärts; ein kleiner Parkplatz nahe dem oberen Ende der Landstraße bietet Platz für etwa vier Autos. Von dort gehst du durch ein grünes Tor und überquerst einen Hof und ein Feld – der Dolmen steht rund 150 Meter weiter, umgeben von einem niedrigen Drahtzaun unter einer großen Eiche.

Das ist ein bewirtschafteter Bauernhof auf privatem Grund, also verhalte dich entsprechend. Schließe Tore hinter dir, halte Abstand zum Vieh und blockiere nicht die Landstraße – hier wohnen Leute. Der Boden ist nach Regen matschig, also nimm Stiefel statt Turnschuhe. Es gibt keine Toiletten, kein Café und keine Informationstafel, und die Beschilderung, sofern vorhanden, hat über die Jahre einiges einstecken müssen. Der Ort ist auf Karten verzeichnet, aber leicht zu übersehen.

Die Lage

Der Lohn für den kurzen Fußmarsch ist die Position. Das Grab blickt nach Südwesten über den Carlingford Lough, mit den Cooley Mountains von Co Louth am gegenüberliegenden Ufer und den Mourne Mountains im Rücken. An einem klaren Tag verstehst du, warum die Erbauer diese Felsnase gewählt haben: Sie beherrscht den gesamten Bogen des Lough. Komm bei niedrigem Winterlicht, und der Deckstein wirft einen langen Schatten über das Feld.

Ein Tipp vor dem Aufbruch

Geh nach einer Trockenperiode – das Feld wird schnell zu Matsch, und es gibt keine Möglichkeit, die Stiefel abzukratzen. Verbinde den Besuch mit einem Nachmittag in Rostrevor und den Waldwegen im Kilbroney Park, zehn Minuten zurück an der Küstenstraße, wo es einen Parkplatz, Toiletten und ein Café gibt, wenn du mit dem Feldüberqueren fertig bist.