Der Lough Mask mit ruhigem Wasser, in dem sich ein bewölkter Himmel spiegelt, gesäumt von sanften grünen Hügeln und Bergen in der Ferne.
Der Lough Mask ist ein großer See im Joyce Country and Western Lakes Geopark. Courtesy Joyce Country and Western Lakes Geopark

Lough Mask – Trophäenforellen und Inselgeschichten

📍 Mayo

🏛️ Sehenswürdigkeit
🎟️ Eintritt
Kostenlos

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Überblick

Der Lough Mask (irisch: Loch Measca) ist der viertgrößte See der Republik Irland – der sechstgrößte der Insel – und eines ihrer großen Reviere für wilde Bachforellen: rund 83 Quadratkilometer (22.000 Acres) Kalksteinwasser, die sich über die Grenze zwischen County Mayo und County Galway erstrecken, nördlich des Lough Corrib. Vom Charakter her sind es eigentlich zwei Seen. Die östliche Hälfte ist flach und mit Inseln übersät; der westliche Teil, der Upper Lough Mask, fällt rasch auf maximal etwa 58 Meter ab. Er fasst mehr Wasser als jeder andere See der Republik – rund 1,3 Kubikkilometer – und das solltest du im Hinterkopf behalten, wenn der Wind auffrischt: Die tiefen Rinnen im Westen werden schnell ruppig, und Freizeitbootfahrer sind in den geschützten Buchten im Osten deutlich besser aufgehoben, oder eben in Begleitung von jemandem, der das Gewässer kennt.

Das Wasser kommt aus dem Lough Carra und nimmt einen kuriosen Weg nach draußen: Es fließt durch den Cong Canal und ein Netz unterirdischer Kalksteinkanäle in den River Cong und weiter in den Lough Corrib. Rundherum liegt karst – verkarstete Kalksteinlandschaft –, dazu niedrige Hügel und Wald; der See gehört zum landeinwärts gelegenen Rand des Wild Atlantic Way.

Geschichte und Überlieferung

1338 fand Sir Edmond de Burgh während des Burke Civil War in den Fluten des Lough Mask den Tod. Drei Jahrhunderte später ließ sich der Schreiber Dáibhídh Bacach Ó Duibhgeannáin auf Red Island (Oileán Ruadh) nieder, wo er irische Handschriften kopierte und bewahrte. Der See trägt auch eine dunklere Erinnerung: die „Lough Mask Murders“ von 1882, als während des Land War ein Gerichtsvollzieher und sein Enkel getötet und ihre Leichen im See versenkt wurden.

Frühchristliches Erbe hat sich auf Inishmaan erhalten: Dort stehen still über dem Wasser die Ruinen einer dem heiligen Cormac geweihten Kirche, im 6. Jahrhundert erbaut und im 12. erweitert. Den Rest füllt die Überlieferung: Mit Bly Island verbindet man eine Banshee, deren Rufe an stillen Abenden über das Wasser tragen sollen.

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Angeln und Wassersport

Der Lough Mask ist international für seine Bachforellen bekannt und liefert Jahr für Jahr kapitale Fische, dazu Hechte und Barsche für Friedfischangler. Die Saison läuft vom 15. Februar bis 30. September, das Nassfliegenfischen kommt ab Mitte April richtig in Fahrt. Jedes Jahr trägt der See bei der Cushlough Bay nahe Ballinrobe die World Cup Trout Fly Fishing Championship aus. Eine gültige Angellizenz der Fischereibehörde ist Pflicht.

Bei Anglern stehen einige Stellen besonders hoch im Kurs:

  • Cushlough – Der wichtigste Zugang, mit Informationszentrum und Bootsverleih.
  • Burnthouse Bay – Eine geschützte Bucht, die im Frühjahr gut fängt.
  • Bay of Islands (Trá na Gréine) – Strömungen und Inselkanten schaffen ergiebige Futterplätze.
  • Ram’s Horn Bay – Tieferes Wasser, in dem Ferox-Forellen stehen.

Wer lieber paddelt als angelt: Das Petersburg Outdoor Education Centre am Ufer auf Galway-Seite bietet Kajak, Segeln, Kanu und Orientierungslauf an, dazu Unterkünfte von der Selbstversorgerwohnung bis zum Zeltplatz.

Die Inseln erkunden

Die vielen Inseln des Sees sind der Lohn für eine Bootstour – viel Infrastruktur gibt es nicht, aber genau das macht den Reiz aus. Inishmaan ist das lohnendste Ziel, die frühchristlichen Ruinen liegen nur einen kurzen Fußweg von der Anlegestelle entfernt. Die flachen Buchten im Osten eignen sich für entspannte Familienausflüge; die tieferen Rinnen im Westen sind etwas für alle, die sich auf offenem Wasser sicher fühlen.

Wandern und Ziele in der Umgebung

Ufer und Hügel sind von einem Wegenetz durchzogen. Der Colburn Loop (9,4 km) ist eine leichte Waldwanderung mit freiem Blick über das Wasser; für Bergwanderer steigt die Route auf den Maumtrasna (17,4 km) steil an und belohnt mit weiten Blicken über See und Connemara.

Eine kurze Fahrt südlich liegt das Dorf Cong, wo das Entwässerungssystem im River Cong wieder zutage tritt. Der Umweg lohnt sich für Cong Abbey und, für Filmfans der älteren Generation, für die Bezüge zu „Der Sieger“ (The Quiet Man), die den Ort bis heute prägen. Ballintubber Abbey (Ballintubber), 1216 gegründet und seither ununterbrochen genutzt, liegt im Nordosten und ist täglich von 9:00 bis 21:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Am Westufer ist Tourmakeady ein praktischer Ausgangspunkt, mit einem aktiven Hafen und Blick auf den See.

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Lough Mask Distillery

Die Lough Mask Distillery in Tourmakeady hat 2018 eröffnet und ist inzwischen ein beliebter Stopp. Die Craft-Destillerie stellt Gin und Wodka her, Whiskey ist geplant. Führungen finden montags bis freitags um 11:00, 12:00, 13:00 und 14:00 Uhr statt, dauern etwa eine Stunde und kosten 15 € pro Person; zu sehen gibt es die Alembic-Brennblasen, dazu kommt eine Verkostung des aktuellen Sortiments. Reserviere vorab – die Kapazität pro Tag ist begrenzt –, und vor dem Besucherzentrum gibt es kostenlose Parkplätze.

Praktische Informationen

Der Zugang zum See ist kostenlos. An mehreren Stellen gibt es öffentliche Parkplätze, unter anderem am Petersburg Outdoor Education Centre, an der Cushlough Bay, am Tourmakeady Pier und in Haltebuchten bei Cong. Angler sollten sich vor der Anreise um eine Angellizenz kümmern.

Der Lough Mask ist wegen seiner Vogelwelt außerdem als Special Protection Area ausgewiesen; halte im Frühjahr also gebührend Abstand von Brutplätzen.

Anfahrt

Der See liegt rund 30 km nordwestlich von Galway city. Am direktesten kommst du über die N84 und die R310 durch Cong und Clonbur. Der öffentliche Nahverkehr beschränkt sich auf Regionalbusse mit Halt in Cong und Ballinrobe; für die letzten Etappen zu bestimmten Zugangspunkten braucht es ein Taxi.